Mönchengladbach: Kann die SpVg Odenkirchen wieder eine Serie starten?

Fußball-Landesliga : Odenkirchen-Coach Pufahl weiß, wo die Gefahr liegt

Landesligist Odenkirchen will bestenfalls eine Serie starten, um nicht wieder in den Abstiegskampf zu rutschen.

Die SpVgg. Odenkirchen spielt am Sonntag (15 Uhr) beim ASV Süchteln. In der Hinrunde markierte dieses Spiel den Beginn einer Serie von fünf Siegen in Folge. Odenkirchen arbeitete sich damit aus der Abstiegszone der Landesliga heraus. Trainer Jörg Pufahl hätte nichts dagegen, wenn mit einem Sieg in Süchteln erneut eine Serie begonnen werden könnte. Denn frei von Abstiegssorgen ist Odenkirchen nicht. „Der Abstand von fünf Punkten zu den Abstiegsplätzen ist trügerisch. Die Teams hinter uns haben fast alle noch ein oder sogar zwei Nachholspiele zu absolvieren“, sagt Pufahl. Er weiß, dass bei einer Niederlage beim ASV und der darauffolgenden Spielpause das Punktepolster aufgebraucht sein könnte. „Wir wollen daher in Süchteln punkten“, sagt Pufahl.

Eine Wiederholung der Siegesserie der Hinrunde wird allerdings nicht so einfach. Denn eine Reihe von Spielern, die damals zur Mannschaft gehörten, sind aktuell nicht dabei. Semih Cakir (1. FC Mönchengladbach) und Kevin Schmitz (SV Lürrip) haben den Verein verlassen. Verletzt fällt Pascal Moseler aus. Ein Fragezeichen steht noch hinter Michael Miodek und Stephan Volk. „Beide haben in dieser Woche wieder mit dem Training angefangen“, sagt Pufahl. „Wir werden bis Sonntag entscheiden, ob ein Einsatz möglich ist.“ Voraussichtlich wird auch Andre Kuhlen ausfallen. Ersatz-Torwart Alexander Draicchio kann wegen einer schweren Bronchitis ebenfalls nicht dabei sein.

Die Trainingsbeteiligung, die für Pufahls Vorgänger Kemal Kuc ein Grund war, den Vertrag kurzfristig aufzulösen, hat sich indes ein wenig verbessert. „Wir haben weiterhin Spieler, die nur einmal in der Woche trainieren können“, sagt Pufahl. „Einige haben ihre schulischen und beruflichen Termine so gelegt, dass sie jetzt öfter beim Training dabei sein können.“ Mit 14 bis 18 Spielern kann Pufahl gut arbeiten.

Der kurzfristige Wechsel auf dem Trainerstuhl hat Pufahl irgendwie ins kalte Wasser gestoßen. Das Ziel, Ruhe reinzubringen hat er aber schon erreicht. Geholfen hat dabei der Sieg bei der DJK Teutonia St. Tönis (3:2). „Ich bin ein Mensch mit Ecken und Kanten, versuche aber auch Spaß zu vermitteln. Meinungsverschiedenheiten werden offen diskutiert“, sagt Pufahl. Dass Odenkirchen in den vier Spielen des Jahres schon zwölf Gegentore kassiert hat, ist für ihn kein großes Problem. Die personelle Situation ist ein wichtiger Grund, warum es im Defensivverhalten nicht so gut funktioniert. Zudem hatte Odenkirchen mit dem Cronenberger SC (3:4) und dem TVD Velbert (0:3) offensivstarke Teams als Gegner. „Wenn wir wieder alle Mann an Bord haben, werden wir sicherlich stabiler stehen“, sagt Pufahl. Immerhin hat Odenkirchen schon neun Tore geschossen.

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