Mönchengladbach: Herren 75 des Rheydter TV Schwarz-Weiß in der Regionalliga

Erfolgreiche Tennis-Mannschaft : Die Aufstiegsexperten vom Rheydter TV Schwarz-Weiß

In wenigen Jahren von der Bezirksklasse bis in die Tennis-Regionalliga: Die Herren 75 aus Rheydt sind in Deutschlands höchster Spielklasse angekommen.

Wenn Axel Krisch an die vergangene Medensaison zurückdenkt, dann hat er vor allem zwei Ereignisse vor Augen. „Wir hatten eine richtg tolle Aufstiegsfeier mit allen Ehefrauen und dem gesamten erweiterten Trainingskreis. Zudem hat der Klubwirt die Stühle ganz in Weiß bezogen“, sagt der Mannschaftsführer der Herren 75 beim Rheydter TV Schwarz-Weiß. Vor allem ist es aber der letzte Spieltag in Essen-Bredeney, der ihm und seinen Teamkollegen besonders in Erinnerung geblieben ist. „Wir benötigten nur noch ein Unentschieden, um aufzusteigen. Und dann führen wir nach einer Stunde 3:0, womit der Punkt schon gesichert war. Das war eine tolle Sache, so etwas werde ich nicht noch einmal erleben“, sagt Krisch zum Regionalliga-Aufstieg – womit die Rheydter kommende Saison in der höchsten deutschen Spielklasse der Herren 75 antreten werden.

Die Frage, ob die Mannschaft diesen Aufstieg auch wahrnehmen wolle, stellte sich nur kurz. „Fast alle waren der Meinung, dass wir dieses Erlebnis, einmal Regionalliga zu spielen, auf jeden Fall mitnehmen wollen“, sagt Krisch, der hinzufügt: „Wir haben damit auch unserem Verein ein Geschenk gemacht. Wenn man bedenkt, dass im Seniorenbereich in Mönchengladbach ansonsten nur die Herren 30 des Gladbacher HTC in der Regionalliga spielen, dann ist das für den Rheydter TV auch ein Prestigewinn“, sagt Krisch. Geplant sei dieser Erfolg indes nicht gewesen. „Zu Saisonbeginn hatten wir nicht damit gerechnet, dass wir um den Niederrheinliga-Titel mitspielen können. Doch es zeigte sich schnell, dass wir mithalten können. Und dann patzten die Konkurrenten.“ Ein 3:3 gegen Verfolger Blau-Weiß Krefeld und das abschließende 6:0 beim TC Bredeney machten den Aufstieg perfekt. Damit setzten die Rheydter eine bemerkenswerte Erfolgsserie fort.

„Seit ich die Mannschaften bei den Herren 70 übernommen habe, sind wir bsi auf ein Jahr immer aufgestiegen – von der Bezirksklasse bis nun in die Regionalliga“, sagt Krisch. Erfolgsfaktoren gebe es einige. „Man benötigt dazu natürlich leistungsstarke Einzelspieler. Eine Mannschaft kann aber nur erfolgreich sein, wenn sich die Spieler wohlfühlen. Uns ist es mit einem kleinen Grundgerüst an Spielern, die von Beginn an dabei sind, eine harmonische Tennis-Familie aufzubauen“, sagt Krisch. Hinzu kommt, dass sich der Erfolg und der Zusammenhalt im Rheydter Team mit den Jahren herumgesprochen hat und Zugänge die Qualität weiter erhöht haben.

Verlässlichkeit und Disziplin zeichnen die Rheydter Herren 75 aber ebenso aus. Dazu gehört auch, in der Hallensaison fleißig weiter zu trainieren, um im Spiel- und Trainingsrhythmus zu bleiben. Dabei kommt ihnen entgegen, dass sie regelmäßig in die Tennishalle Viersen fahren und ihnen ein etwa 30 Mann starker Trainingskreis aus Spielern anderer Seniorenmannschaften des Vereins zur Verfügung steht. Eventuell soll es im Frühjahr noch ein Trainingslager geben. So wollen die Herren 75 gut vorbereitet auch in der Regionalliga eine gute Rolle spielen.

„Zwar werden in einer Siebener- oder Achter-Gruppe drei Mannschaften wieder absteigen müssen, doch wir rechnen uns schon aus, den Klassenverbleib schaffen zu können“, sagt Krisch. Das wäre die Fortsetzung der Erfolgsserie für das Team, das überwiegend zusammenbleiben wird. Womöglich wird, Peter Unthan (Jahrgang 1939) aufgrund der hohen Belastung passen, dafür kommt Manfred Müllers aus Korschenbroich hinzu. Und ansonsten soll der gute Teamgeist dafür sorgen, dass der Rheydter TV auch im Sommer 2020 wieder etwas zu feiern hat.

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