Mönchengladbach: Hephata-Frauen sind Deutscher Meister

Frauenfußball : Hephata-Team ist Deutscher Meister

Die Mönchengladbacher Auswahl sicherte sich im dritten Versuch erstmals den Titel der Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Die Entscheidung fiel im Neunmeterschießen gegen das Team aus Berlin.

Zweimal hatte es bereits eine bittere Finalniederlage gegeben, im dritten Anlauf jedoch glückte der erste Titelgewinn: Die Mönchengladbacher Hephata-Frauen gewannen in Duisburg die Deutsche Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen. „Den Titel zu holen, war unser großer Wunsch und auch das erklärte Ziel. Es hat sicherlich geholfen, dass die Mannschaft schon ihre Erfahrungen in Endspielen gemacht hat. So ist sie gut mit der Situation umgegangen“, sagte Sarah Splinter. Sie betreut die Mannschaft bereits seit 2010, in diesem Jahr löste sie zudem die langjährige Trainerin Sarah Weyers ab.

Die Mönchengladbacher Hephata-Auswahl überstand in Duisburg die Gruppenphase souverän. Einem 8:1 gegen das Team Saarland folgte ein 7:1 gegen Martinshof Bremen. Im entscheidenden Gruppenspiel gegen den stärksten Konkurrenten aus Berlin sicherte sich Sarah Splinters Mannschaft schließlich dank eines 0:0 den Gruppensieg. Im Halbfinale gab ein ungefährdetes 4:0 gegen die SG Pfalz, ehe im Endspiel erneut die Berliner Mannschaft auf die Mönchengladbacherinnen wartete.

Und wieder wollte zwischen diesen beiden Teams kein Treffer fallen, weswegen der Meister im Neunmeterschießen ermittelt werden musste. Für Gladbach verwandelten zunächst Mireille Vanfürt und Nathalie Sundhaus jeweils sicher, doch Berlin konnte zweimal ausgleichen. Mannschaftsführerin Nicola Brings sorgte als letzte Gladbacherin für die dritte Führung. Torhüterin Natascha Wermelskirchen machte letztlich den Triumph perfekt, indem sie den Versuch der Berliner Torfrau parierte. Anschließend verschwand Wermelskirchen unter einer Jubeltraube.

Mit der ersehnten ersten Meisterschaft hat es nun geklappt, an Zielen mangelt es dem Hephata-Team aber nicht. Vor allem möchte Sarah Splinter das Team nach und nach verjüngen. „Wir haben eine erfahrene Mannschaft, können aber für die Zukunft die eine oder andere jüngere Spielerin gut gebrauchen“, sagte die Trainerin. Schließlich will die Hephata-Auswahl auch in den kommenden Jahren möglichst um den Meistertitel mitspielen.