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Mönchengladbach: Florian Wittkopf wird Cheftrainer, sein Vater "Co"

Florian Wittkopf wird Cheftrainer : Viktoria setzt künftig auf ein Vater-Sohn-Gespann

Florian Wittkopf rückt in der kommenden Saison zum Cheftrainer bei Viktoria Rheydt auf. Sein Vater Heinz wird sein „Co“, er kommt vom SV Lürrip.

Im Sommer wird es beim Mönchengladbacher A-Ligisten Viktoria Rheydt auf der Trainerbank einen geplanten, sanften Übergang geben. Denn zur neuen Spielzeit wird der aktuelle Co-Trainer Florian Wittkopf in die Rolle des Cheftrainers wechseln, und ihm zur Seite stehen wird als Assistent dann jemand, den er mehr als gut kennt: sein Vater Heinz.

„Das Wort Co-Trainer mag ich nicht nur in diesem Zusammenhang nicht so sehr. Für mich arbeitet man an so einer Aufgabe als Team, und da ist in diesem Fall natürlich besonders klar, dass das so sein wird“, sagt Wittkopf, der aktuell nicht nur neben Dieter Rütten als Co-Trainer beim A-Ligisten tätig ist, sondern auch noch das Tor hütet. „Das wird dann in Zukunft natürlich nicht mehr der Fall sein“, betont er, will eine Rückkehr zwischen die Pfosten höchstens im Notfall nicht ausschließen.

Der Übergang war in dieser Form von langer Hand geplant. „Das sollte die zweijährige Übergangszeit sein, die wir dann im Sommer auch gehabt haben. Für mich war es sehr wichtig, von so einem erfahrenen Trainer wie Dieter eine Menge zu lernen, etwa im Umgang mit Spielern. Zudem habe ich parallel die Jugendscheine und auch den C-Schein gemacht, um mich entsprechend fortzubilden.

Klar war auch, dass Dieter beruflich stark eingespannt ist und das keine Dauerlösung werden konnte. Er hat dem Verein aber signalisiert, dass er beratend und auch mit helfender Hand weiterhin zur Verfügung stehen wird“, berichtet der 31-Jährige, der sich dann natürlich auch auf die Suche nach einem Partner für diese Aufgabe machen musste.

„Da gab es schon zwei, drei Optionen, aber letztlich habe ich mir gesagt, dass ich ja schon reichlich dumm sein müsste, das nicht gemeinsam mit meinem Vater zu machen, wenn die Möglichkeit besteht. Die Stimmung diesbezüglich, die ich wahrnehme, ist rund um Viktoria durchweg positiv. Die Einzige, die sich da aktuell etwas Sorgen macht, ob das alles so glatt geht, ist meine Mutter“, erklärt Wittkopf.

Heinz Wittkopf kennt den Verein ebenfalls gut, ist aktuell noch Torwarttrainer beim SV Lürrip. „Man muss schon sagen, dass Lürrip ein atmosphärisch ganz toller Verein ist, und das hat es meinem Vater auch nicht leicht gemacht, diese Entscheidung zu treffen. Letztlich war die Konstellation, gemeinsam etwas Neues aufbauen zu können, aber einfach sehr reizvoll.“

Erst einmal ist das Ziel aber, die laufende Saison gemeinsam mit Dieter Rütten solide zu Ende zu spielen. „Die Trainingsbeteiligung und die Bedingungen auf der Asche waren in der Vorbereitung nicht immer optimal, aber dennoch bin ich guter Dinge, dass wir das schaffen werden, auch wenn man bei acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone vorsichtig sein muss“, betont Wittkopf. In der Zukunft könnte den Viktorianern die neue Platzanlage ein paar hundert Meter vom aktuellen Sportplatz entfernt in die Karten spielen. „Die ist inzwischen auch beschlossene Sache. Aber das wird und frühestens in der Saison 2020/21 helfen. Dann ist das natürlich sehr wichtig, weil wir den Rückstand anderen Vereinen gegenüber damit aufholen.

Druck, noch einmal in die Bezirksliga aufsteigen zu müssen, wo der Verein vor noch nicht so langer Zeit ja noch war, gibt es aktuell nicht. Ideen für den Aufbau des Kaders hat Wittkopf natürlich schon. „Sicherlich führen wir Gespräche. Der Kern unserer Mannschaft kommt aus einem Jugendjahrgang. Diese Spieler sollen natürlich auch der Kern bleiben, aber wir benötigen dann irgendwann auch ein wenig frisches Blut“, erklärt Wittkopf und gibt einen kleinen Ausblick in die anstehenden Aufgaben. Ein sicherlich spannendes Projekt.