Mönchengladbach: die Grundschule Hockstein ist deutscher Schachmeister

Erfolgreiche Hocksteiner : Gladbachs Schach-Schule ist Deutscher Meister

Die Grundschule Hockstein wird bei den Detuschen Meisterschaften in Friedrichsroda ihrer Favoritenrolle gerecht und gewinnt das dreitägige Turnier unter 74 Mansnchaften letztlich überlegen.

Es ist die letzte Runde des Schachturniers um die Deutsche Meisterschaft der Grundschulen im thüringischen Friedrichsroda. Mehr als 300 Kinder aus allen Bundesländern kämpfen um den Titel. Sie sind ganz unter sich. Kein Betreuer, kein Elternteil darf in den riesigen Spielsaal. Es  geht um alles. Während also hinter verschlossenen Türen Nils Fietz, Jona Henrik Bartels, Finn Wendrich, Cagan Masa und Moritz Schott aus Hockstein „das letzte bisschen Hirnschmalz“ über ihren Schachbrettern zusammenraffen, „whatsappt“ Coach Thomas Krause der Schulgemeinde die neuesten Nachrichten: „Moritz hat gewonnen! Jetzt reicht ein halber Punkt zum Titelgewinn.“

Wenige Minuten später ist die GGS Hockstein, die zuletzt vom DSB als Schachschule ausgezeichnet wurde, Deutscher Meister der Grundschulen. Bestes unter 74 Teams aus ganz Deutschland. Die Nerven haben gehalten. Und die Freude ist riesig. Montagmorgen, wenn die fünf Jungs wieder in die Schule kommen, wird der Empfang überwältigend sein. Jetzt aber zeigen sie stolz die errungenen Pokale ihren Eltern und all den anderen Kindern, die bewundernd zu ihnen aufschauen. Am Nachmittag schon ist die Gratulanten-Liste auf Facebook riesig. Alle sind begeistert, dass Mönchengladbach wieder einen Deutschen Meister hat.

Thomas Krause, Leiter der Schulschach-AG, Fachwart Schach und einer der besten Spieler der Stadt, hatte schon vor einem Jahr prophezeit, dass es in diesem Jahr zum Titel reichen könnte.  Aber es musste eben alles stimmen: das Glück, in einem Jahrgang so viele Talente zu haben; dass die Jungs sich über eine lange Zeit voll aufs Schachspielen konzentrieren, bis zu zehn Stunden pro Woche analog und online trainierten; dass Schulleiterin Elisabeth Boms, die gesamte Schulgemeinde, die Eltern mitziehen; und dass das Team an den drei Turniertagen die Nerven behält.

Das war nach der ersten Runde gar nicht so leicht, denn da gab es für das nominell stärkste Team nur ein Remis gegen einen vermeintlich schwachen Gegner. Weil in der Endabrechnung nur die erkämpften Brettpunkte zählen, mussten nun klare Siege folgen. Sie folgten. Direkte Konkurrenten wurden knapp besiegt, mit drei Punkten Vorsprung vor der letzten Runde reichte auch eine knappe Niederlage zum Titel. „Viele Treams hatten, wie wir, an den ersten Brettern sehr gute Spieler dabei. Den Ausschlag aber gab unsere Ausgeglichenheit an den unteren Brettern“, analysiert Krause den Erfolg. Dafür spricht auch der Hocksteiner Sieg im parallel ausgetragenen Turnier der Ersatzspieler, das Hockstein verlustpunktfrei gewann.

„Wie macht ihr das?“ – diese von fairem Respekt getragene Frage hörte Krause in Thüringen immer wieder von Trainern anderer Schulen. Ein Grund des Erfolgs sei sicher die Kontinuität, gute Arbeit über viele Jahre, sagt er. Hockstein war in den vergangenen fünf Jahren viermal bei der „Deutschen“, jeder im Team hat jede Menge Turniererfahrung. Von der Leistung des Coachs müssen andere sprechen, sagt Krause. Er hat natürlich seinen Anteil am Triumph.

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