Mönchengladbach: Der SC Broich-Peel hat ein Flutlicht-Problem

C-Ligist hat ein Flutlicht-Problem : Broich-Peel und die dunkle Jahreszeit

Weil der C-Ligist SC Broich-Peel kein Flutlicht hat, muss er im Oktober regelmäßig ausweichen. Eine Zukunfts-Lösung ist in Sicht, aber an der Umsetzung wird noch gefeilt.

Die Entwicklung des SC Broich-Peel in den vergangenen Jahren ist positiv. Als der aktuelle Vorstand im Januar 2015 an den Start ging, gab es nur vier Mannschaften im Spielbetrieb. Zur Saison 2019/20 sind es zehn. In Mitgliedern ausgedrückt, bedeutet das: Aus rund 150 sind in vier Jahren fast 350 geworden. „Realisiert haben wir das überwiegend dadurch, dass wir mit Mundpropaganda unter Freunden und Bekannten Werbung für unser Projekt gemacht haben“, erklärt Schatzmeister Christian Spinnen.

Doch manche Dinge sind Fluch und Segen zugleich. Denn die Broicher können nur einen Sportplatz wirklich nutzen – und der hat kein Flutlicht. Damit hat der SC auch hier ein Alleinstellungsmerkmal in der Stadt, auf das er freilich weit weniger stolz ist. Denn schon in der „hellen Jahreszeit“ ist das logischerweise oft ein Problem.

Die zusätzliche „Spielwiese“, die früher noch nutzbar war, ist inzwischen nur noch zum Teil gemäht und ein Paradies für Maulwürfe. „Das kann man weder Kindern noch Erwachsenen zumuten, das wäre nicht zu verantworten“, fügt Spinnen an.

Ab Oktober muss daher nun wieder ein Ausweichquartier gefunden werden, das über ein Flutlicht verfügt. „Bisher haben wir noch keine Mitteilung bekommen, wo wir hin sollen“, sagt Spinnen und verweist auf das aktuelle Kalenderblatt. Sportamtsleiter Harald Weuthen ist allerdings zuversichtlich, dass sich eine Lösung finden wird. „Gegenüber der Vorsaison hat Broich-Peel zwei Mannschaften mehr, die einen Platz benötigen. Die F-Jugend geht ja dann zum Training in die Halle“, sagt Weuthen. „Der SC Rheindahlen hat im Vergleich dazu eine Mannschaft weniger, und auch in Mennrath haben wir uns als Stadt bei der Errichtung des Kunstrasens gewisse Nutzungsrechte einräumen lassen. Da müssen wir uns zusammensetzen, und ich bin sicher, dass wir da eine Lösung finden.“

Das gilt auch für die generelle Situation der Broicher Sportstätte. „Zunächst einmal muss man sagen, dass ich großen Respekt vor dem habe, was die handelnden Personen in Broich-Peel auf die Beine gestellt haben“, sagt Weuthen. „Wir wissen auch, dass eine Qualifizierung der Sportstätte notwendig ist. Wir als Stadt haben die Mittel bis Ende 2021 allerdings verplant“, erklärt Weuthen.

Die Platzanlage ist zum Teil städtisch, zum anderen Teil von den Broichern gepachtet. „Deshalb habe ich auch das Modell ins Spiel gebracht, dass wir dem Verein unseren Teil der Anlage langfristig verpachten, und der Verein dann aus Mitteln aus einem Programm des Landes NRW den Antrag auf einen Kunstrasen mit Flutlicht stellt“, zeigt Weuthen eine Option auf, wenn schneller etwas passieren soll.

Das würde bedeuten, dass die Broicher 100.000 Euro Eigenanteil benötigen und den Umbau selbst managen müssten. Doch das ist für Spinnen noch nicht das einzige Problem. „Dann müssten wir auch die laufenden Kosten für die Anlage tragen, und ich bin mir nicht sicher, ob das für uns zu machen wäre“, deutet er an.

Dass spätestens nach 2021 etwas passieren wird, scheint aber außer Frage zu stehen. „Dass die Politik die Not erkannt hat, ist für uns schon mal ein positives Zeichen. Das sind Signale, für die wir sehr dankbar sind“, fügt Spinnen noch an.

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