Mönchengladbach: Ayan Oguz ist in Torlaune - erneut ein Dreierpack

Fußball-Landesliga : FC steht hinten gut – und vorn trifft Ayan

Beim 3:0 gegen Fischeln traf der Stürmer des 1. FC Mönchengladbach wieder dreimal. Für Giesenkirchen war mehr drin als das 1:2 gegen den SV Scherpenberg.

Ein Mann wie Oguz Ayan tut jedem Team gut. Aufsteiger DJK/VfL Giesenkirchen hätte mit einem Stürmer, der drei Tore schießt, wohl gegen den SV Scherpenberg gewonnen und nicht 1:2 verloren. Doch Ayan spielt nun mal für den 1. FC Mönchengladbach, den anderen Landesligisten der Stadt. Und die Westender profitierten am Sonntag einmal mehr von der Treffsicherheit des Stürmers. Das 3:0 gegen den VfR Fischeln schoss er allein heraus. Schon im ersten Heimspiel der Saison hatte er einen Dreierpack fabriziert beim 6:0 gegen den SC Kapellen.

Der FC bleibt somit daheim eine Macht. Sechs Punkte und 9:0 Tore stehen in der Bilanz den Auswärtsniederlagen in Lintfort (1:2) und St. Tönis (1:4) gegenüber. Das reicht für die Mannschaft von Frank Mitschkowski aktuell für Platz acht. Erster ist indes Ayan mit seinen insgesamt sieben Saisontreffern in der Torschützenliste. Der Stürmer, mit 24 der älteste FC-Spieler in der Startelf des Sonntags, ist in den ersten Saisonwochen extrem effektiv. Gegen Fischeln nutzte er vier seiner fünf Chancen aus.

Doch ist ein Torjäger meist nur so gut wie das Team hinter ihm. „Wir haben ein sehr gutes defensives Kollektiv“, stellte Mitschkowski klar. Sein Kapitän Pascal Schellhammer führte den FC an, die Gastgeber gönnten den Fischelnern auf dem kleinen Kunstrasenplatz an der Luisenstraße kaum mal eine echte Chance. Weswegen Mitschkowskis Team, das jüngste der Liga, gegen das zweitjüngste klar siegte. Samy Forestal, zur Halbzeit gekommen, war zudem als zuverlässiger Vorarbeiter für Ayan aktiv, er legte ihm die beiden Tore in der zweiten Halbzeit auf. Mitschkowski freute sich zudem über das Comeback des lange verletzten Leo Lekaj, der in den letzten zehn Minuten half, den Sieg nach Hause zu bringen.

Die Giesenkirchener kassierten die zweite Niederlage, doch hatte Trainer Volker Hansen recht wenig Ansätze, seinem Team böse zu sein. Sicherlich, es wäre mehr drin gewesen. Wenn zum Beispiel der nach der Pause eingewechselte Daniel Pötter den Ball ins Tor statt an den Pfosten geschossen hätte beim Stand von 1:1, wäre es vielleicht eine andere Geschichte geworden. So aber gab es die erste Giesenkirchener Heimniederlage seit rund zwei Jahren. Damals siegte der Rheydter SV im Bezirksliga-Spiel 1:0.

Zunächst zeigten die Giesenkirchener Nehmer-Qualitäten nach dem frühen 0:1 durch Luca Palla. Hansens Team arbeitete sich ins Spiel mit einigen Balleroberungen, „da deuteten sich Druckphasen an“. Der Ausgleich durch Erik Pöhler, der sein zweites Saisontor in der 35. Minute schaffte, war die Konsequenz. Dass das Spiel verloren ging, war die Folge einer „Kuriosität“, wie Hansen fand. Ein Freistoß von Scherpenbergs Kapitän Bora Karadag flog ans Lattenkreuz, der Ball prallte auf die Linie, traf Paffrath und flog dann ins Tor.

Nach dem Rückstand in der 63. Minute hatten Niclas Hoppe, der einen Schritt zu spät kam vor dem Tor der Gäste, und Andreas Jans, der den Ball knapp am Pfosten vorbei schoss, gute Chancen zum Ausgleich, nutzten sie aber nicht. „Die Jungs haben alles reingeworfen, mit ein bisschen Spielglück hätten wir etwas hier behalten. So haben wir gegen eine spielerisch gute Mannschaft verloren“, resümierte Hansen.

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