Mönchengladach: Der 1. FC steigt nicht auf, Odenkirchen steigt ab

Fußball-Landesliga : FC schießt Odenkirchen in die Bezirksliga

Der 1. FC Mönchengladbach gewinnt das Landesliga-Derby und machen so den Gegner Odenkirchen traurig. Doch für den eigenen Aufstieg reicht es nicht, weil Konkurrent Conenberg siegte. Beide Gladbacher Teams „leiden“ unter Straelens Regionalliga-Abstieg.

Gewonnen und doch verloren: So hat sich am Sonntag  sich für den 1. FC Mönchengladbach der 3:1-Erfolg bei der SpVgg. Odenkirchen angefühlt. Weil der Cronenberger SC zeitgleich den TSV Meerbusch 2 besiegte, nutzte den Westendern der Sieg nicht. Cronenberg kehrt nach dem Abstieg postwendend wieder in die Oberliga zurück. Und der 1. FC darf sich irgendwie als „Opfer“ des SV Straelen betrachten. Weil der aus der Regionalliga absteigen müssen, fällt für die Landesliga-Dritten die Relegationsrunde aus.

Noch schlimmer hat es Odenkirchen erwischt. Denn „dank“ Straelen muss Odenkirchen als Tabellenfünfzehnter den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten. Schützenhilfe von den anderen Begegnungen gab es auch nicht. Der MSV Düsseldorf rettete sich mit einem 5:3-Auswärtssieg beim VfB Solingen. Dabei hätten in einer normalen Saison die 42 Punkte, die Odenkirchen trotz widriger Umstände gesammelt hat, wohl locker zum Klassenverbleib gereicht. Genauso wie die 81 Punkte des 1. FC, wohl den Aufstieg bedeutet hätten. „Für Odenkirchen tut es mir leid“, sagte FC-Interimscoach Leonard Lekaj. „Die Derbys werden wir vermissen, sie zählten immer zu den Saison-Höhepunkten.“

Am Sieg des 1. FC gab es nichts zudeuteln, auch wenn die Westender nicht so dominant spielten wie von Jörg Pufahl erwartet. „Wir hatten unsere Chance. Wenn wir nicht den eklatanten Bock schießen, der zum 1:2 führt, geht das Spiel vermutlich Unentschieden aus“, sagte Odenkirchens Trainer. „Wir hatten uns fünf Siege vorgenommen. Das haben wir geschafft. Es ist bitter, dass wir dann doch absteigen müssen.“ Doppelt bitter: Ein Remis hätte am Ende gereicht, um Meerbuch, die punktgleich mit Odenkirchen aber mit dem deutlich besseren Torverhältnis die Saison beenden, in die Bezirksliga zu schicken.

Odenkirchen überraschte den FC mit einem starken Abwehrbollwerk. Es dauerte lange, bis sich die Westender darauf eingestellt hatten. Das nutzten die Hausherren aus. Nach einem Eckball traf Michael Miodek zur überraschenden 1:0-Führung (10.). Ebenfalls nach einem Eckball kamen die Gäste in der 25. Minute zum 1:1-Ausgleich. Oguz Ayan nahm die Flanke von Semih Cakir auf, drehte sich geschickt um seinen Gegenspieler und traf ins Netz.

Kurz vor der Halbzeitpause traf Ayan zum 2:1. Odenkirchens Keeper Kevin Afari nahm regelwidrig einen Rückpass seines Mitspielers auf. Den fälligen Freistoß zirkelte Ayan aus vierzehn Metern in den rechten Winkel. „Am Ende sind es mal wieder Kleinigkeiten, die das Spiel entscheiden“, sagte Pufahl. „Das heutige Spiel ist ein Spiegelbild des gesamten Saisonverlaufs.“

In der zweiten Halbzeit plätscherte das Spiel vor sich hin. Afari machte bei einigen Paraden seine unglücklich Aktion wieder gut. Vorne hatte Tobias Kamper (82.) den Ausgleich auf dem Fuß. Er traf den Ball nicht richtig, so dass er auf der Torlinie noch von einem Gladbacher abgewehrt wurde. Miodek traf zwei Minuten vor dem Spielende dann nochmals ins Netz. Diesmal in das eigene. Er lenkte einen Schuss mit den Fußspitzen ins eigene Tor ab.

Der VfL Jüchen-Garzweiler hat sich mit einer 3:5-Niederlage beim FSV Wuppertal-Vohwinkel aus der Landesliga verabschiedet. Im Duell der beiden Absteiger sorgten Metin Türkay (2) und Michael Kersten in der ersten Halbzeit für die scheinbar sichere Führung. In der zweiten Halbzeit brach Jüchen aber ein und lud Vohwinkel zum Tore schießen ein.

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