Handball: Mit Korschenbroich gegen den "Ex": "Geschenke erst zu Weihnachten"

Handball : Mit Korschenbroich gegen den "Ex": "Geschenke erst zu Weihnachten"

TVK-Trainer Ronny Rogawska war 13 Jahre bei Gegner ART Düsseldorf aktiv

Handball Der TV Korschenbroich trifft heute (19 Uhr) auf ART Düsseldorf. Eine Partie mit großer Bedeutung für TVK-Trainer Ronny Rogawska, der 13 Jahre beim Gegner aktiv war. Nico Rübsteck sprach mit ihm.

Herr Rogawska, Sie sind jetzt seit dieser Saison neuer Trainer in Korschenbroich. Haben Sie sich eingelebt?

Rogawska Das Einleben hier war einfach für mich. Der Klub hat mich gut aufgenommen und mir freie Hand gelassen. Auch die Mannschaft und ich passen gut zueinander, wir haben uns schnell gefunden.

Das zeigen auch die Ergebnisse der bisherigen Saison.

Rogawska Das stimmt, in Edewecht und Dormagen haben wir gezeigt, was wir drauf haben. Dennoch bleibe ich dabei, dass wir zu Hause ein, zwei Spiele unglücklich verloren haben und dadurch vielleicht zwei Punkte zu wenig auf dem Konto haben. Trotzdem bin ich mir sicher, dass wir den richtigen Weg gehen.

Das zeigte auch das jüngste 31:25 im Derby gegen Rheinhausen.

Rogawska Das war ein sehr positives Ergebnis für das Team. Das konnten die Jungs jetzt die Woche genießen, aber gegen Düsseldorf ist es wieder eine neue Aufgabe. Das Duell gegen ART ist für Sie ein Wiedersehen mit alten Bekannten.

Beschreiben Sie Ihre Gefühlslage.

Rogawska Ich freue mich enorm auf das Spiel. Ich kenne noch einige Jungs aus der Mannschaft, aber auch hinter den Kulissen. Ich erwarte ein emotionales, enges und schönes Spiel in voller Halle.

Haben Sie sich mit Ihrer Mannschaft besonders auf den Gegner eingestellt?

Rogawska Nein. Ich habe zwei Spiele vom ART zuletzt gesehen und verfolge auch sonst die Entwicklung. Aber beim Training haben wir auf uns geguckt. Schließlich müssen wir mit Christian Rommelfanger einen neuen Spieler einbauen.

Ist das gelungen?

Rogawska Im Training ja. Es ist sehr positiv, Christian dabei zu haben. Das bietet uns ganz neue taktische Möglichkeiten. Wie es im Spiel klappt, wird sich zeigen. Jetzt ist Düsseldorf zurzeit Tabellenletzter.

Geht Ihre Mannschaft als Favorit in die Begegnung?

Rogawska Das würde ich so nicht sagen. Beide Mannschaften hatten zuletzt ein positives Ergebnis. Düsseldorf hat Gladbeck besiegt, befindet sich also im Aufschwung. Hinzu kommt, dass sie Heimvorteil haben. Ich glaube es wird ganz eng.

Wo haben Sie Schwächen beim Gegner ausgemacht?

Rogawska Düsseldorf hat eine enorm junge Truppe. Genau wie wir. Aber ihnen fehlt die Abgezocktheit in kritischen Momenten. Wir hingegen haben einige Profis, die auch schon in der Bundesliga aktiv waren. Behalten wir einen klaren Kopf, kann uns das zugutekommen.

Was wünschen Sie sich für das Spiel?

Rogawska (lacht): Zwei Punkte. Wir werden keine Geschenke verteilen. Die gibt es erst an Weihnachten.

(RP)