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Michael Nimczyk will Trabrennen an der Niersbrücke erfolgreich gestalten.

Trabrennen am Donnerstag : Nimczyk will nächsten Schritt zum achten Titel in Folge

Am Donnerstag findet an der Mönchengladbacher Niersbrücke das nächste Geisterrennen der Traber statt. Der Gladbacher Michael Nimczyk gehört wieder zu den großen Favoriten und ist auf dem Weg, seine Titelserie fortzusetzen.

Es war viel los im Pferdesportzentrum Kaiserhof in Schiefbahn am vergangenen Freitag. Eddi war weg, der Jack Russel Terrier von Cathrin Nimczyk. Es gab eine große Suchaktion, die zunächst erfolglos war. Michael Nimczyk, der amtierende Champion des deutschen Trabrennsports, musste dann mal weg, nach Gelsenkirchen. Dort waren Rennen zu absolvieren. Zuvor, beim Restart auf seiner Hausbahn in Mönchengladbach, hatte er nur einen Sieg eingefahren, für einen wie ihn ist das wenig. In Gelsenkirchen aber ging wieder mehr: Sechsmal lag Nimczyk in den zwölf Rennen vorn. Und abends, nach seiner Rückkehr ins heimische Pferdesportzentrum, fand er schließlich im Schein der Lampe seines Mobiltelefons auch den vermissten Eddi.

Damit machte sich Nimczyk quasi selbst das beste Geschenk zum 34. Geburtstag am Samstag. Doch dürfte ihn vor allem der Stress des Wochenendes gefreut haben. Denn nach der langen Corona-Pause ist wieder Rennalltag da. Sonntags um 5 Uhr ging es Richtung Berlin-Mariendorf, wo der nächste Renntag war. Am Donnerstag ist der Weg wieder kürzer: Auf der Gladbacher Bahn ist der zweite Renntag nach der Wiederaufnahme der Rennsaison. Michael Nimczyk will auf „seiner“ Bahn dieses Mal wieder möglichst groß abräumen. Um den nächsten Schritt zu machen hin zum achten Meistertitel in Serie.

 Es ist der zweite Geister-Renntag an der Niersbrücke – ohne Zuschauer und mit einem klar definierten Personenkreis, der sich auf der Bahn aufhalten darf. Gewettet wird nur von außen. Doch was die Sieger-Prognosen angeht, ist ab 14 Uhr dennoch Spannung angesagt. Schon in der Vorwoche wurde den Zuschauer an den Bildschirmen exzellenter Trabrennsport geboten, und ein Blick in die Starterliste für den Renntag an Christi Himmelfahrt weckt noch höhere Erwartungen. Schon lange nicht mehr traten so viele Ausnahmekönner an der Niers an.

Die besten Hengste und Wallache messen sich in der neunten Tagesprüfung. Hier will sich Nimczyk mit Broadwell für sein unglückliches Scheitern aus der Vorwoche rehabilitieren. Der Mitteldistanz-Bahnrekordler kann nun wieder aus der ersten Reihe starten und dürfte in Breeders-Crown-Sieger Inspector Bros (Erwin Bot) seinen stärksten Gegner haben. Ein weiteres Pferd aus dem Champion-Stall Nimczyk ist der Derbyvierte 2018, Chapter One, mit Robbin Bot.

Im dritten Rennen, das mit Viererwette ausgetragen wird, steuert Nimczyk den fünfjährigen Crazy and Quick, der vor einer Woche in Gladbach nur hauchdünn unterlag. Ihm stellen sich einige mindestens doppelt so alte und gewinnreichere Haudegen entgegen. Wie As Dore, gesteuert von Henk Grift. Der Vater von Henk Grift, „Hennie“ Grift, steuert Arius du Douet, der einen Großteil seiner enormen Gewinnsumme unter dem Sattel verdiente.

Sehr selten ist es, dass ein reines Dreijährigen-Rennen mit kurzfristigem Nennungsschluss zustande kommt. Hier sollte Knox Newport (Erwin Bot) am Donnerstag an der Niersbrücke favorisiert sein. Champion Nimczyk entschied sich für Bajaro BR und überließ die Fahrt des La Grace-Bruders Lancaster Robbin Bot. Erstmals seit langem gibt es wieder ein Trotteur Francaise-Rennen in Mönchengladbach, das dazu auch noch sehr interessant besetzt ist. Esta Fete Benach (Danny den Dubbelden) hat hier gute Chancen, er fühlt sich Mönchengladbach besonders wohl und konnte hier bereits zwei Prüfungen gewinnen.