Lokalsport

2 Die Verletzten Im November erhöhte Twit- ter die maximale Zeichenzahl pro Tweet von 140 auf 280. Alle Social-Media-Beauftragten konnten aufatmen: Die Namen aller verletzten Gladbacher würden weiterhin in einen Tweet passen.

Zehn Spieler fielen in den schlimmsten Phasen aus, weniger als fünf waren es nie, sieben im Schnitt. Nur Tobias Sippel, Nico Elvedi, Matthias Ginter und Thorgan Hazard mussten nicht einmal aus gesundheitlichen Gründen passen. Die Verletzungssorgen bei Borussia nahmen teilweise groteske Züge an, am Tag nach dem Spiel in Leverkusen zum Beispiel gab es plötzlich vier neue Patienten. Inwieweit von Verletzungspech die Rede sein kann und wo es Versäumnisse von Spielern, Trainern, Ärzten, Physios oder Athletiktrainern gab, werden die Analysen in der Sommerpause zeigen müssen. Dass der Klub sich mit externen Fehlereingeständnissen zurückhält, ist verständlich. Intern wird hoffentlich jeder Stein umgedreht. Denn Borussia hat bereits 2017 auch deshalb Ziele verpasst, weil zu viele Profis ausfielen, und 2018 nennen die Verantwortlichen die Probleme in diesem Bereich im Unglücks-Dreiklang Verletzungen, Fehlentscheidungen, schlechte Leistungen stets zuerst.

(RP)
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