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Lokalsport: Loga kennt Blau-Weiß ganz genau

Lokalsport : Loga kennt Blau-Weiß ganz genau

Der neue Trainer des Bezirksligisten ist seit fast 20 Jahren im Verein.

Kurz vor Weihnachten durfte sich Neki Loga über eine Beförderung freuen. War er zu Saisonbeginn gerade als Co-Trainer bei Blau-Weiß Meer verpflichtet worden, wurde er nach wenigen Monaten als Nachfolger von Erhan Kuralay von Fußball-Obmann Rolf Fränzen zum Chef ernannt. Eine Überraschung war das nicht, denn Neki Loga kennt den Verein in- und auswendig, seit fast 20 Jahren gehört er dem Klub an.

Kaum im Amt, durfte er schon einen ersten Erfolg feiern. Bei der Fußball-Hallen-Stadtmeisterschaft erreichte er mit den Blau-Weißen überraschend die Endrunde. "Das war schon mal ein Erfolgserlebnis, das uns nach etlichen Rückschlägen in der Hinrunde ganz gut getan hat", sagt der 38-Jährige. Allerdings weiß er auch, dass die Halle ganz andere Möglichkeiten bietet als die Spielfelder in den nächsten Wochen, die sicherlich für ihn und Meer sehr schwierig werden. Da reichen nicht nur sechs gute Spieler.

"In der Halle haben wir mit viel Spaß gespielt und uns nicht unter Druck setzenlassen. Das soll auch in der Meisterschaft die Grundlage sein. Druck brauchen wir uns keinen mehr zu machen", sagt der gelernte Elektriker, der offensichtlich auch weiß, wie die psychologischen Strippen in einer Fußballmannschaft zu ziehen sind.

Beim 0:2 gegen Süchteln hat Loga in dieser Saison noch selbst mitgespielt. "Das war ein Einzelfall. Nach meiner Meniskusoperation geht das auch nicht mehr. Ich kann der Mannschaft jetzt auch besser vom Spielfeldrand aus helfen. Ich weiß, wie sie tickt und bin recht optimistisch, dass wir noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben. Nichts ist unmöglich", sagt er.

Dennoch musste er als Trainer schon eine Enttäuschung verarbeiten. "Ich kann nicht verstehen, warum Yadi Camara während der Saison zum FC wechselt. Mannschaft und Verein haben sich gerade um ihn sehr gekümmert", bedauert er den Weggang seiner dringend benötigten Offensivkraft. Sich gegenseitig zu unterstützen, miteinander Spaß zu haben, und zum Verein zu stehen sind Grundlagen für Meers Vereins-Philosophie, die Loga verkörpert. Vielleicht sind das auch die Voraussetzungen, um dem Tabellenletzten der Bezirksliga doch noch die Rettung zu ermöglichen.

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