Basketball: Lions: sportliches Schicksal in fremder Hand

Basketball: Lions: sportliches Schicksal in fremder Hand

Wenn die Lions am Sonntag um 17 Uhr in der Jahnhalle gegen NOMA Iserlohn antreten, werden sie bereits wissen, ob sie schon abgestiegen sind oder noch nicht. Sollte nämlich Hagen tags zuvor (wider Erwarten) die AstroStars Bochum besiegen, dann wäre das vielfach zitierte "Abstiegs-Endspiel" zwischen Hagen und den Löwen eine Woche später Makulatur.

Sollten die Westfalen, derzeit einen Rang vor den Lions, nämlich ihr Heimspiel gewinnen, hätten sie acht Siege, Mönchengladbach bestenfalls sieben. Verliert BBV gegen die AstroStars, die erst vergangenes Wochenende den Lions eine böse Abfuhr erteilt hatten, können sich die Schützlinge von Trainer Robert Shepherd sogar noch eine Niederlage gegen Iserlohn leisten, denn dann würde die Entscheidung über den Klassenerhalt am 13. März in Hagen fallen. Alles unter der Prämisse, dass Hagen sein letztes Spiel bei den bereits als Aufsteiger feststehenden Schwelmern verliert, die sich wohl nicht ihre Meisterparty vor eigenem Publikum durch eine Niederlage gegen das Kellerkind vermiesen lassen wollen.

Optimismus fällt schwer

Doch selbst wenn die Löwen ihr sportliches Schicksal bis kommende Woche noch in den eigenen Händen halten dürfen: Für Optimismus hat die Darbietung gegen Bochum nicht gesorgt. Die Vitusstädter ließen einmal mehr fast alle Tugenden vermissen, die im Abstiegskampf gefragt sind: Teamplay, Willen, Einsatzbereitschaft, Verteidigung. "Wir haben es noch nicht einmal versucht, die Schnellangriffe der Bochumer zu unterbinden, zur Not auch mal mit etwas härteren Mitteln", klang Manager Sebastian Egelhoff nach der 60:91-Pleite fast schon resignierend. Für Peter Krausen war gegen die körperlich überlegene Center-Riege der Gäste kein Durchkommen, Spielmacher Brian McTear versagte als ordnende Hand. Und Lewis Finnegan übte sich zu oft und vor allem zu erfolglos im Spiel "Eins gegen Fünf".

Egelhoff: "Sollte Hagen verlieren, müssen wir in den letzten beiden Spielen noch einmal alle Kräfte mobilisieren." Ansonsten droht dem einstigen Zweitligisten der Fall in die Niederungen der 2. Regionalliga.

(RP)