Letztes Heimspiel für Gladbacher HTC in der 2. Bundesliga

Hockey : Sieben auf einen Streich fallen aus

Die Hockeyherren des GHTC haben im letzten Heimspiel personelle Sorgen, wollen aber trotzdem gegen den Kahlenberger HTC gewinnen und es in der Endabrechnung noch auf Platz vier schaffen.

Marcus Küppers, Trainer des Gladbacher HTC, hat mehrfach hin und her gerechnet. Doch egal, was der 32-Jährige auch macht, die Kadergröße für das Zweitligaspiel am Samstag gegen den Kahlenberger HTC wird einfach nicht größer. So muss der Coach im letzten Heimspiel der Saison an den Holter Sportstätten (14 Uhr) mit nur 14 Feldspielern auskommen. „Wenn man bedenkt, dass ich inklusive Jugendspieler einen Trainingskader von 36 Spielern habe, sind 14 gesunde Feldspieler eine unfassbare Zahl. Ich hätte nicht gedacht, dass das passieren kann“, sagt Küppers mit Galgenhumor.

Zu den langfristigen Ausfällen von Ben Böke (Kreuzbandriss), Tillmann Pohl (Rückenbeschwerden) und Carl-Philipp Schünke (Beruf) gesellen sich weitere sieben Akteure. Luca Lindner, zuletzt der Torgarant im Team, ist krank und ebenso nicht dabei wie Felix Krause (Muskelfaserriss), Phil Graue (Pfeiffersches Drüsenfieber), Jan Vratz (Sehnenriss), Max Hönnekes (krank) und Nils Helbig (Fußbruch). Dazu wird auch der Südafrikaner Dayaan Cassiem in dieser Spielzeit nicht mehr für den GHTC auflaufen. Der Nationalspieler zog sich bei einem Länderspiel in Indien eine schwere Gehirnerschütterung zu und ist direkt in seine Heimat geflogen. Es gibt aber immerhin auch eine positive Nachricht: Niklas Hertl, früher fester Bestandteil des Teams, gibt nach langer Zeit sein Comeback.

Trotz der vielen Absagen verlieren die Gladbacher ihr Ziel aber nicht aus den Augen. Im Schlussspurt soll der vierte Platz herausspringen. Dafür ist nun ein Sieg gegen den designierten Absteiger aus Mülheim fest eingeplant. Küppers sagt: „Wir wollen uns im letzten Heimspiel vernünftig verabschieden. Wenn wir SW Köln noch überholen wollen, ist ein Sieg absolut Pflicht. Zudem haben wir aus der 3:4-Hinspielniederlage noch etwas gut zu machen.“

Auch für die Damen des GHTC steht Sonntag ein Heimspiel an, in der Regionalliga schaut der Bonner THV II um 14.45 Uhr  beim feststehenden Aufsteiger vorbei. Trainer Nils Helbig, der mit einem Fußbruch gehandicapt ist, hat ein klares Ziel: „Ich würde auch gerne die letzten drei Spiele gewinnen.“

In der ersten Verbandsliga der Herren sind ebenfalls noch drei Spieltage zu absolvieren. Der Rheydter SV, der theoretisch noch in die Oberliga aufsteigen könnte, spielt Sonntag um 17 Uhr beim RTHC Leverkusen II und könnte mit einem Sieg im Rennen bleiben. Zum gleichen Zeitpunkt muss auch die Reserve des GHTC ran. Mit einem Sieg gegen den Aachener HC II wäre der Klassenverbleib in trockenen Tüchern.

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