Radsport: Leistungsstützpunkt stellt sich neu auf

Radsport: Leistungsstützpunkt stellt sich neu auf

Mit einem neuen Trainingskonzept startet der Landesleistungsstützpunkt Willich in die Zukunft. Bei einem runden Tisch, zu dem Stützpunktleiter Dieter Hamacher jetzt die Vertreter der Radsportvereine der Bezirke Krefeld und Mönchengladbach eingeladen hatte, wurde das verbesserte Trainingskonzept vorgestellt.

A-Trainerin Simone Schlösser (Mönchengladbach) arbeitet künftig mit einem 19-köpfigen Kunstradkader im Einer- und Zweier-Bereich und versucht, dass besonders die neu nominierten Nachwuchsfahrer in den kommenden Jahren den Sprung in den D-Kader des Landes NRW schaffen. Unterstützt wird sie dabei durch die Heimtrainer der jeweiligen Sportler, so dass eine optimale Trainingsbetreuung gesichert sein soll.

Auch die Zusammenarbeit mit den Sportfreunden des R.C Sturmvogel Mülheim soll in Zukunft intensiviert werden. Die Mülheimer Trainer ergänzen das Trainerteam um Schlösser optimal, und auch für die Stützpunktsportler ist durch die Konkurrenz der Mülheimer Sportler eine besondere Motivation gegeben, hoffen die Verantwortlichen.

Auch im Vierer-Kunstradfahren werden in Zukunft wieder regelmäßige Trainingsmaßnahmen stattfinden. Ein entsprechendes Konzept wird derzeit erarbeitet, so dass künftig ein erfahrenes Trainerteam nicht nur die Mannschaften aus Schiefbahn, Krefeld und Erkelenz-Hoven fördern wird, sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus.

Im Radball versucht Stützpunkttrainer Ralf Fischer, neue Nachwuchsteams des RSC Blitz Schiefbahn bis an die Deutsche Spitze zu führen. Hier sind in der laufenden Saison noch einige Teams bei den Qualifikationen zur Deutschen Meisterschaft im Rennen. Die Trainingsarbeit soll auch im Radballbereich intensiviert und ausgebaut werden, so dass sich das Leistungsniveau der Sportler weiter verbessert und weitere Mannschaften die Anforderungen der nationalen Spitze erfüllen.

Der Landesleistungsstützpunkt Willich ist der einzige von derzeit vier Landesleistungsstützpunkten in NRW, an dem neben dem Kunstradsport auch der Radballsport gefördert wird. Diesen Vorteil müsse man nutzen und ein entsprechendes Leistungs- und Nachwuchsteam in beiden Hallenradsport-Disziplinen ausbauen, forderte Josef Pooschen, Koordinator für Hallenradsport, der ebenfalls an der Sitzung teilnahm: "Man muss in Willich versuchen, an das Niveau des Landesleistungsstützpunktes in Lemgo heranzukommen", sagte Pooschen. Dies werde zwar voraussichtlich noch einige Jahre dauern, aber durch eine weiterhin gute Arbeit solle die Stellung des Stützpunktes in Willich weiter verbessert und ausgebaut werden. Die Weichen hierfür sind gestellt, jetzt sollen entsprechende Erfolge folgen, hoffen die Verantwortlichen.

(RP)