1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Regionalsport

Leichtathletik: Maja Metternich vor Premiere bei der Jugend-DM in Rostock

Leichtathletik : Premiere mit einem Jahr Verspätung für Gladbacher Lauf-Talent

Hindernisläuferin Maja Metternich vom LAZ Mönchengladbach nimmt erstmals an einer deutschen Jugend-Meisterschaft teil. An Unterstützung wird es ihr dabei nicht mangeln.

Mit einem Jahr Verspätung hat es Maja Metternich vom M. Gladbacher TV 1848 geschafft: Die 16-Jährige nimmt an den Deutschen Jugendmeisterschaften teil, nachdem sie vergangenes Jahr wegen der Corona-Pandemie Opfer der Teilnehmerbeschränkungen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) wurde. Jetzt reist sie mit ihren Hindernis-Mannschaftskolleginnen Christina Lehnen und Victoria Datta (beide Turnerschaft Neuwerk, alle LAZ) zu ihrer ersten normpflichtigen DM nach Rostock.

Eigentlich war Maja Metternich bisher auf 800 Meter festgelegt: „Da bin ich nur eine unter vielen. Hindernis laufen dagegen weniger. Das erfordert ja auch Technik.“ Die freudige Nachricht kam für sie die Woche zuvor, als die Teilnehmerliste zur diesjährigen DM auf der Verbandsseite veröffentlicht wurde. „Ich bin total glücklich, dass ich jetzt dabei bin. Das wäre schon sehr frustrierend gewesen, wie im letzten Jahr erneut unter den Cut zu fallen“, sagt Metternich, die seit dem fünften Lebensjahr Sport macht.

Auch in dieser Saison sah es lange danach aus, als ob die Gladbacher Marienschülerin trotz der erfüllten Pflichtzeit für die 2000 Meter Hindernis  durch die vorgesehene Teilnehmerbeschränkung nicht an der DM teilnehmen könnte. „Die Ungewissheit, ob ich trotz zweifacher Normerfüllung bei der DM starten darf, hat schon viel Energie gekostet. Das habe ich bei den NRW-Hindernismeisterschaften deutlich gemerkt. Der mentale Energiespeicher war einfach leer. Daher habe ich in Absprache mit meinem Trainer die letzte Woche einfach mal entspannt und mich nicht um Training und Wettkampf gekümmert.“

  • Christina Lehnen (Mitte).
    Leichtathletik : Wie Christina Lehnen ihren ersten großen Titel holte
  • Mission U23-EM erfolgreich: Paula Schneiders (l.).⇥Foto:
    Leichtathletin aus Mönchengladbach : Paula Schneiders löst mit dem U23-Vizetitel ihr EM-Ticket
  • Der Weltranglisten-Dritte im Zehnkampf und amtierende
    Olympische Spiele 2021 : So laufen die Leichtathletik-Wettkämpfe in Tokio

Trainer Johannes Gathen meldete sie aus taktischen Gründen in der älteren Jugend U20, da dort meist nicht so viele Teilnehmerinnen am Start sind und die Chance auf eine DM-Teilnahme damit höher ist. Die begeisterte Radrenn- und Mountainbike-Fahrerin, die auch mit ihren Eltern gerne in den Bergen unterwegs ist, sieht vorsichtig optimistisch nach Rostock und freut sich auf die neuen Erfahrungen bei einer richtigen DM. Sie ist schon ganz aufgeregt: „Der Wettkampfablauf mit Eingangskontrolle und Callroom ist wie bei einem großen Wettkampf.“ Große Erwartungen an eine Top-Platzierung hat sie nicht.

„Ich möchte mich in Rostock in guter Form zeigen und nach Möglichkeit Bestzeit laufen. Unter die besten Zehn zu kommen, wird sehr schwierig, aber ich werde mein Bestes geben. Dazu freue ich mich auf die gemeinsame Tour mit Christina und Victoria. Wir trainieren soviel zusammen und jetzt fahren wir gemeinsam zur DM. Da arbeiteten wir das ganze Jahr darauf hin, und dass es jetzt auch klappt, ist cool“, sagt sie, vom Teamgeist in ihrer Trainingsgruppe stark inspiriert.

„Klar laufen wir im Wettkampf immer für uns, aber im Training helfen wir uns immer gegenseitig, machen abwechselnd die Tempoarbeit und motivieren uns gegenseitig, besonders wenn es mal nicht so gut läuft. Wenn es im Wettkampf möglich ist, laufen wir auch mit gemeinsamer abgesprochener Taktik.“ Puste hat sie auf jeden Fall genug, Maja Metternich spielt auch noch Saxophon in der Bigband an ihrer Schule.

Der 17-jährige Tom Clemens vom SC Myhl startet in Rostock derweil in der männlichen U18-Jugend  über 2000 Meter Hindernis. Er wurde als schnellster U18-Hindernisläufer Deutschlands vom Dortmunder Noah Boeck abgelöst. Das wird bestimmt spannend, weil beide bei 6:04,44 sowie 6:04,32 Minuten nur zwölf Hundertstelsekunden voneinander entfernt liegen.