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Leichtathletik: Joel Etienne Schmitz vom OSC Waldniel wird Deutscher Meister über 800 Meter

Nachwuchsläufer vom OSC Waldniel : Schmitz wird Deutscher Meister über 800 Meter

Der 15-jährige Joel Etienne Schmitz vom OSC Waldniel triumphiert in Hannover. Für ihn ist es gleichzeitig ein Abschied vom Verein. Was er zu seinem großen Erfolg sagt und wie die Karriere des talentierten Leichtathleten nun weitergeht.

Joel Etienne Schmitz vom OSC Waldniel hat bei den Deutschen U16-Jugendmeisterschaften in Hannover souverän den Titel über 800 Meter in 1:58,06 Minuten geholt. Das war für den 15-Jährigen die Krönung einer erfolgreichen Saison. Zuerst bestritt Schmitz das Halbfinale über 800 Meter. „Bei diesem ging es ausschließlich darum, den Finaleinzug perfekt zu machen und sich noch Kräfte für das am folgenden Tag stattfindende Finale aufzusparen“, erklärt er. Nach den ersten 600 Metern, die er überwiegend an dritter Position lief, übernahm er die Führung und gewann seinen Lauf in 2:03,84 Minuten. „Somit waren beide Ziele erfüllt. Finaleinzug gesichert und ein paar Körner gespart“, sagt der Brüggener.

Am Finaltag stellte sich dann auch bei ihm die Nervosität ein. „Das war mein erstes Finale bei einer Deutschen Meisterschaft.“ Aufgrund seines ersten Platzes in der Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes über 800 Meter in 1:56,79 war er einer der Favoriten auf den Sieg. „Und es war mein letzter Wettkampf mit meiner langjährigen Trainerin.“ Der Schulwechsel und das neue Leben im Internat kamen dazu. „Es kam schon einiges für mich zusammen.“ Vor dem Start besprach er noch mal ausgiebig mit seiner Trainerin Maria Strickling die anvisierte Taktik. „Wir waren uns beide einig, dass wir es nicht auf ein ‚Bummelrennen’ mit anschließendem Zielsprint ankommen lassen wollten.“ Demzufolge wollte er auch die ersten 200 Meter schnell angehen. Jedoch übernahm nicht er die Führung, sondern Yannik Graf (TSV Gomaringen) machte zunächst das Tempo. Das war aber genau nach seinen Vorgaben, sodass er erst nach 350 Metern die Spitze übernahm.

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Nach 56 Sekunden ging er dann auf die finale Runde. Graf blieb ihm bis etwa 650 Meter weiterhin auf den Fersen. Er zog nun seinen Schlussspurt an und löste sich langsam, aber sicher von Graf. „Die letzten hundert Meter nahm ich die Anfeuerungsrufe, den Applaus, die Anweisungen der Trainer und Trainerinnen und den Kommentar des Stadionsprechers im Hintergrund wahr“, so Schmitz. „Ich habe mein Tempo einfach durchgezogen. In dem Augenblick, als ich die Ziellinie überquerte und als neuer Deutscher Meister vom Stadionsprecher ausgerufen wurde, fiel der ganze Druck ab und ich war natürlich sehr erleichtert und happy.“

In einem Abstand von rund 2,5 Sekunden liefen seine Konkurrenten ins Ziel. „Ich bin so froh, dass ich meiner Trainerin, Maria Strickling ein nachträgliches Geschenk zum 80. Geburtstag im Juli machen konnte und die äußerst erfolgreiche Zeit mit dem Deutschen Meistertitel endet. Ich bin ihr für ihre außerordentliche Unterstützung, die vielen Ratschläge, ihre Ruhe und Gelassenheit, die abwechslungsreichen Trainingseinheiten und noch so manch anderer Sache mehr extrem dankbar.“

Bis zum Ende des Jahres geht er weiterhin für den OSC Waldniel an den Start und wechselt im kommenden zum TSV Bayer Dormagen, wo bereits ab der kommenden Woche Willi Jungbluth und Peter Kurowski für sein Training verantwortlich sind. Etwas Wehmut bleibt zurück. „Alles in allem war es für mich eine tolle und erfolgreiche Zeit beim OSC Waldniel, dem ich natürlich auch weiterhin als Mitglied erhalten bleibe.“

Peter Bauschlicher belegte über 1500 Meter Hindernis mit 4:55,85 Minuten den neunten Platz, da er am letzten Hindernis stürzte. In einem engen Rennen hatte er somit keine Chance mehr auf eine bessere Platzierung. Er reiste am Montag nach England und wird dort für ein halbes Jahr in einer Gastfamilie verbringen, um seine Englischkenntnisse zu verbessern.