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Leichtathletik: Crossläufe sind eine gute Alternative für den Winter

Leichtathletik : Crossläufe sind für Leichtathleten eine gute Winter-Alternative

Im Winter schwinden die Startmöglichkeiten für Leichtathleten. Etliche zieht es zur Formüberprüfung zu Sportfesten in die Halle. Andere wiederum machen jetzt bei Wald- und Crossläufen mit, um nicht ganz aus dem Laufschritt zu kommen.

Die Cross-Saison geht meist von Oktober bis März. Am Sonntag sind die Landesverbandsmeisterschaften in Sonsbeck, wo 2021 auch die Deutschen Crosslauftitelkämpfe stattfinden. Und Mitte Dezember sind noch die Crosslaufmeisterschaften der Region Mitte in Essen.

Trainerin Käthe Link von der LG Mönchengladbach macht ihre Athleten für den Cross fit. „Wir haben schon viel gemacht auf den Süchtelner Höhen. Das Gelände ist geradezu dafür prädestiniert. Vor 20 Jahren fanden hier die Deutschen Crosslaufmeisterschaften statt, die ersten und einzigen in dieser Region.“ Jeden Sonntag ist sie dort mit ihren Läufern und macht ein besonderes Training. Die 67-Jährige, die in jungen Jahren für die TG Süchteln (jetzt ASV Süchteln) gelaufen ist, kennt die Höhen.

„Ich persönlich fand die Crossläufe immer toll, weil einer wie damals der legendäre Kurt Weichert ein großer Verfechter des Crosslaufes war.“ Vom Hohen Busch läuft ihre Truppe zum Warmlaufen zum Süchtelner Heiligenberg. „Hier scheuche ich meine Leute den Berg hoch – etwa 300 Meter. Sie sollen dann im anaeroeben Bereich laufen“, sagt Käthe Link. Dann machen sie Rasenläufe, weil Wiesen und Felder auch fast zu jedem Crosslauf gehören. „Ich hole mir hier meine ganze Ausdauer und Schnelligkeit“, sagt die 23-jährige Sophie Kaufmann aus ihrer Gruppe. LGM-Neuzugang Claudia Schmitz – zum ersten Mal beim Höhentraining dabei – schmerzen indes zunächst einmal die Beine. Die letzten vier Wochen vor einem Cross macht Käthe Link im Grenzlandstadion auch noch spezielles Crosslauftraining.

„Es geht die Stufen rauf und runter, dann von unten zum Stadion hoch und zur Diagonale auf dem Rasen. Und wenn die Läufer zurück traben, sind das insgesamt 800 Meter, die einen machen viele Runden davon, andere eben weniger“, sagt sie. Ein Crosslauf ist nicht zu unterschätzen. „Er muss trainiert werden, weil er in unterschiedlichem Gelände mit verschiedenartiger Beschaffenheit des Bodens stattfindet. Die Fußgelenke müssen entsprechend angepasst werden. Aber alle machen begeistert mit und halten gut durch“, sagt sie. Das Alter spiele beim Cross keine Rolle, „das zeigt doch bei mir die Mannschaft in der Seniorenklasse 65 Jahre und älter.“

Die 40-jährige Silke Bommes vom OSC Waldniel und Deutsche Seniorenmeisterin über 1500 Meter auf der Bahn ist noch unsicher, ob sie bei den Crosslaufmeisterschaften mitläuft, weil sie sich beim Viersener Herbstwaldlauf bergab eine Muskelverhärtung zuzog: „Ich will nichts riskieren, dass die Verletzung schlimmer wird, obwohl ich sehr gerne Cross laufe.“