Leichtathletik-WM im polnischen Torun Weltenbummler Görtz und Neuling Wefers-Fritz reisen zur Senioren-WM

Leichtathletik · Ab Sonntag kommen im polnischen Torun 4000 Leichathleten im Alter von 35 Jahren oder älter für die Hallen-Weltmeisterschaft zusammen. Aus der Region sind auch Reiner Görtz und Ulrike Wefers-Fritz dabei. In welchen Disziplinen sie mitmachen und wo sie sich Chancen auf einen Titel ausrechnen.

 Ulrike Wefers von der LG Mönchengladbach.

Ulrike Wefers von der LG Mönchengladbach.

Foto: Lothar Benders

Ulrike Wefers-Fritz von der LG Mönchengladbach und Reiner Görtz vom ASV Süchteln treten vom 26. März bis zum 1. April bei der Hallen-Weltmeisterschaft der Senioren im polnischen Torun an. Bei diesen Titelkämpfen sind 4000 Leichtathleten ab 35 Jahren gemeldet.

 Reiner Görtz nimmt vom 26. März bis zum 1. April an den Senioren-Weltmeisterschaften teil.

Reiner Görtz nimmt vom 26. März bis zum 1. April an den Senioren-Weltmeisterschaften teil.

Foto: Tom Ostermann

„Das ist meine erste Teilnahme bei einem internationalen Leichtathletiksportfest und dann auch noch gleich bei einer WM“, sagt Ulrike Wefers-Fritz. „Allerdings habe ich als Triathletin Mitte der 1980er Jahre bereits bei mehreren Europameisterschaften als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft einige Medaillen gewonnen.“ Sie erwartet bei den anstehenden WM-Starts über 800 Meter, 1500 Meter und 3000 Meter sehr starke Konkurrenz.

Neben den US-amerikanischen, spanischen und irischen Spitzenathletinnen wird mit Eva Trost – Mutter der bekannten deutschen Spitzenläuferin Katharina Trost – alleine schon im nationalen Vergleich eine Top-Athletin antreten, die als Kandidatin für den WM-Titel gehandelt wird. Sie hatte zuletzt für einige Zeit pausiert, ist aber Inhaberin mehrerer Weltrekorde gewesen und gilt national wie international als schwer schlagbar. Sollten die – zumeist den Freiluftbestzeiten entsprechenden – Meldezeiten in den veröffentlichten Teilnehmerlisten einigermaßen authentisch sein, wäre es für Ulrike Wefers-Fritz persönlich schon ein großer Erfolg, über die 800-Meter-Distanz das Finale zu erreichen.

„Über 1500 und 3000 Meter könnte für mich ein Platz unter den ersten sechs zu schaffen sein“, gibt sich Ulrike Wefers-Fritz optimistisch. „Dabei werde ich bei drei oder gegebenenfalls auch vier oder fünf Starts im Falle einer Finalteilnahme innerhalb einer Woche auch nicht unbedingt Bestzeiten erwarten können.“ Die W55-Seniorin hat nach diesem Winter bereits eine anstrengende aber auch erfolgreiche Cross- und Hallensaison mit mehreren Meisterschaftstiteln und persönlichen Rekorden in den Beinen.

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Foto: Susanne Breithaupt

Der Weltenbummler in Sachen Leichtathletik, Reiner Görtz, geht bei der WM in den Disziplinen Speerwerfen, Kugelstoßen, Diskuswerfen und Stabhochsprung an den Start. Bei den über 80-Jährigen reisen mehr als 400 Athleten in verschiedenen Disziplinen an, die teilweise aus Australien und Amerika kommen. Auch aus der Ukraine sind erfreulicherweise Athleten gemeldet.

„16 Kugelstoßer, 17 Diskuswerfer, zwölf Speerwerfer und elf Stabhochspringer sind meine Konkurrenten“, sagt der ASV-Athlet. „Acht Athleten in jeder Disziplin kommen in den Endkampf. Ich versuche ,in drei Wettbewerben das Finale zu erreichen. Eine Medaille ist diesmal nicht so leicht möglich“, erzählt Reiner Görtz.

Nach den Vorleistungen der Athleten wäre es die stärkste Weltmeisterschaft nach Sacramento (USA), allerdings müsse man sehen, wie gut die Konkurrenz bei der WM vor Ort abliefert. Ein Australier ist beim Stabhochsprung beispielsweise mit drei Metern gelistet „Ich kenn ihn von einer anderen WM, wo er nur 2,50 Meter gesprungen ist und sieben Jahre jünger war“, so Görtz.

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