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Landesliga: Wie es der 1. FC Viersen mit einem Rumpfkader in die Top drei​ schaffte

Saisonfazit 1. FC Viersen : Mit einem Rumpfkader in die Top drei

Häufig standen Trainer Kemal Kuc in dieser Landesliga-Saison nur 14 Spieler zur Verfügung. Auch das ist ein Grund, wieso dem 1. FC im Schlussspurt die Luft ausgegangen ist. Top-Torjäger Branimir Galic verlässt den Verein.

Der 1. FC Viersen beendet die Saison in der Landesliga auf Platz drei – mit 55 Zählern punktgleich hinter dem SC Kapellen-Erft. Der direkte Vergleich entschied schließlich zwischen beiden Teams: Während die Mannschaft von Kemal Kuc das Hinspiel mit 3:2 für sich entschied, gewannen die Kapellener das Rückspiel mit gleichem Ergebnis. Den Ausschlag für den SC gab schlussendlich, dass die Mannschaft dann 24 Tore mehr erzielt hatte.

So lief die Rückrunde

Der Start in die zweite Saisonhälfte war beim 1. FC Viersen alles andere als gut. Zunächst gab es eine 0:2-Niederlage im Derby beim ASV Süchteln. Dann folgte die bereits erwähnte 2:3-Niederlage gegen den SC Kapellen-Erft. Nach zunächst vier Siegen in Serie gegen SW Düsseldorf (2:0), SG Unterrath (2:0), SC Teutonia Kleinenbroich (3:1) und MSV Düsseldorf (3:2) gab es im nächsten Spiel eine 0:1-Niederlage beim SC Reusrath. Bitter aus Sicht der Viersener war anschließend die 1:2-Pokalniederlage im Spiel um Platz drei im Kreispokal gegen DJK/VfL Giesenkirchen. Dadurch verpasste die Mannschaft die Qualifikation für die erste Runde des Niederrheinpokals. Personell hatten die Viersener seit Anfang der Rückrunde mit Problemen zu kämpfen. Mit Dario Krezic, Tayfun Yilmaz, Blerim Rrustemi, Berat Arslan und Fran Lukic hatte der Verein zum Jahreswechsel fünf Abgänge zu beklagen. Winterzugang Niklas Thobrock fiel nach dem vierten Spiel bis zum Saisonende verletzt aus.

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Das war gut in der Saison

„Uns haben zwar sechs Stammspieler in der Rückrunde gefehlt, dennoch haben wir 25 Punkte geholt. Damit bin ich zufrieden. Die Mannschaft hat taktisch die Vorgaben umgesetzt. Die vorhandenen Spieler waren sehr fokussiert“, resümierte Trainer Kemal Kuc. Das führte auch dazu, dass die Viersener auf der heimischen Anlage mit 34 eingefahrenen Zählern eine Macht waren. Lediglich Aufsteiger MSV Düsseldorf war bei Heimspielen erfolgreicher.

Das war nicht so gut in der Saison

„Mit dem kleinen Kader hat uns die Konstanz gefehlt. Ich hatte nur 13 bis 14 eigene Spieler zur Verfügung“, sagte Kuc. Unter diesen Voraussetzungen litt auch die Qualität des Trainings. Am Ende der Spielzeit war auch die Luft etwas raus. Grund hierfür war die 0:1-Hinspielniederlage bei Aufsteiger MSV Düsseldorf. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen setzten sich die Landeshauptstädter anschließend immer weiter ab. Dadurch fehlte gegen Ende der Saison ein gewisses Ziel, denn nach oben ging damit nichts mehr. Nach unten war man aber auch abgesichert.

Der Spieler der Saison

Den Titel hätte beim 1. FC durchaus Branimir Galic verdient gehabt. Der Toptorjäger erzielte in 22 Spielen immerhin 19 Tore. Doch Viersen-Trainer Kemal Kuc möchte einen anderen Spieler seines Kaders in den Fokus stellen: Miguel Bügler (20). „Miguel hat die beste Entwicklung in dieser Saison genommen und einen Schritt nach vorne gemacht. Er hat immer 100 Prozent gegeben“, lobte Kuc seinen Schützling. Der Trainer gilt in der Region als Förderer junger Spieler, um sie zu gestandenen Landesligaspielern zu machen.

Wie geht es weiter

Das erste Training ist für den 11. Juli angesetzt. Testspiele sind gegen DJK Fortuna Dilkrath (24.07.), Sportfreunde Neuwerk (31.07.), FC Wegberg-Beeck (07.08.), VfR Fischeln (14.08.) und VSF Amern (21.08.) geplant. Zukünftig nicht mehr dabei sind Christos Tsopanides (SC Waldniel), Mahmut Dost (OSC Rheinhausen), Morten Heffungs (Union Nettetal), Leandro Dos Santos (Studium USA), Maurice Heylen (auf Vereinssuche), Branimir Galic (Teutonia St. Tönis). Neu dabei sind Joel Mangano (1. FC Monheim), Nicolas Kiebel (TSV Meerbusch U19), Maximilian Pryk (SV Straelen U23), Justin Butterweck, Semih Cakir (beide SC Union Nettetal), Niel Blaszczyk (TSV Wachtendonk-Wankum), Emre-Ilhan Caraj, Metin Türkay (beide 1. FC Mönchengladbach), Konstantine Jamarishvili (SpVg Odenkirchen) und Petar Popovic (TuRu Düsseldorf).