VSF Amern in der Landesliga Sportlich oben dabei – den vielen Verletzten zum Trotz

Fußball-Landesliga · Personell muss Trainer Willi Kehrberg immer wieder Rückschläge hinnehmen. Dafür läuft es sportlich. Das kommende Spiel gegen Hönnepel hat eine besondere Bedeutung für die Saison.

 Rene Jansen fällt bei den VSF Amern mit einem Muskelbündelriss erneut aus. Er ist einer von vielen Ausfällen.

Rene Jansen fällt bei den VSF Amern mit einem Muskelbündelriss erneut aus. Er ist einer von vielen Ausfällen.

Foto: Heiko van der Velden

21 Punkte nach zwölf Spieltagen – die aktuelle Spielzeit birgt gewisse Parallelen zur Saison 2018/19 für die VSF Amern, die damals nach gleicher Anzahl an Spielen ebenfalls 21 Punkte auf dem Konto hatten und am Saisonende tabellenfünfter wurden. Es ist bis heute die beste Platzierung in der Landesliga für das Team. Derzeit liegt die Mannschaft von Trainer Willi Kehrberg auf Rang vier der Tabelle – und dass, obwohl der Kader aufgrund von Verletzungen in vielen Spielen dünn besetzt war.

„Wir spielen die Saison aktuell mit 13 bis 14 Spielern“, sagte VSF-Coach Kehrberg. Volkan Akyil steht beispielsweise der Mannschaft dabei seit seinem Zusammenbruch beim VfL Rhede Mitte September nicht zur Verfügung. Er absolvierte bis dahin lediglich drei Einsätze. Maximilian Kuznik feierte hingegen in der Nachspielzeit am vergangenen Sonntag beim 3:1-Auswärtserfolg beim VfR Fischeln sein Comeback. Auf Rene Jansen muss Kehrberg dafür schon fast die komplette Hinrunde verzichten: Nachdem Jansen sich gerade erst von einer Achillessehnenreizung erholt hatte, fällt der Offensivspieler nun mit einem Muskelbündelriss erneut aus. Ryusei Okamura hatte sich nach drei Ligaspielen bereits wieder in Richtung Japan verabschiedet.

Trainer Kehrberg ist entsprechend froh, wie sich seine Mannschaft trotz der dünnen Personaldecke durch den bisherigen Saisonverlauf schlägt. „Es ist aller Ehren wert, was die Jungs im Training und im Spiel machen. Man muss den Hut vor der Leistung der Mannschaft ziehen. Von daher bin ich sehr zufrieden. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir zur Winterpause nachlegen müssen“, sagt Kehrberg, der gerne drei neue Spieler verpflichten würde, damit sich die personelle Situation entspannt.

Er fiebert schon dem Heimduell gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter entgegen: „Wenn wir dieses Spiel gewinnen, haben wir unser erstes Etappenziel erreicht, möglichst viele Punkte zwischen uns und der Abstiegszone zu legen“, sagt der Trainer. Hönnepel hat derzeit zehn Punkte weniger auf dem Konto und bekleidet mit elf Punkten den ersten Abstiegsplatz. Bei dreifacher Punkteausbeute der Amerner würde dieses Polster auf 14 Punkte anwachsen. Hinzu kommt das bessere Torverhältnis.

Für Willi Kehrberg würde dies auch eine Weiterentwicklung der Mannschaft bedeuten. „Wir können dann befreiter aufspielen und bestimmte Dinge einstudieren. Das macht das Spiel am Sonntag für uns auch so wichtig“, so Kehrberg abschließend.

Dieses Duell birgt ganz nebenbei eine durchaus interessante Besonderheit. Es wäre für beide Teams das 13. Saisonspiel und somit wären 50 Prozent der Spiele in der Liga absolviert. Dies führt nach zwei Saisonabbrüchen und der zusätzlichen Annullierung der Vorsaison dazu, dass die aktuelle Spielzeit nun wieder gewertet wird und es in der Landesliga am Saisonende auch wieder Auf- und Absteiger geben würde.

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