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Landesliga: Nach Platzverweis für Pascal Schellhammer trifft der FC

Fußball : FC gewinnt das Derby gegen Jüchen spät

Bis zur 82. Minute führen die Gäste im Landesliga-Lokalduell und haben nach einer gelb-roten Karte gegen FC-Kapitän Pascal Schellhammer sogar Überzahl, doch dann drehen Oguz Ayan und David Godlevski die Partie noch zugunsten der Westender, die nun Tabellenzweiter sind. Der VfL muss als Vorletzter weiter zittern.

Das Landesliga-Derby zwischen dem 1. FC Mönchengladbach und dem VfL Jüchen endete mit einem 2:1-Sieg für die Hausherren. Bis zur 82. Minute lagen allerdings die abstiegsbedrohten Gäste vorne und durften von drei unverhofften Punkten träumen. Weil die Westender zu diesem Zeitpunkt nach einer Gelb-Roten Karte gegen Kapitän Pascal Schellhammer nur noch zu Zehnt spielten, deutete alles auf einen Auswärtserfolg für den VfL hin. Dann schlug der 1. FC, der mit dem späten Erfolg auf Rang zwei vorstieß, aber im Stil eines Spitzenteams zu. David Godlevski und Oguz Ayan beendete die Jüchener Träumereien. „Wir haben nicht gut gespielt, erst nach dem Platzverweis wurde es besser“, sagte FC-Trainer Benedict Weeks. „Über den Sieg freuen wir uns natürlich, aber über die Leistung müssen wir in der kommenden Trainingswoche sprechen“, ergänzte der Coach.

Die Westender fingen gut an, haderten aber zu sehr mit den Dingen, die nicht gut funktionierten. Nach etwa 20 Minuten kamen die Gäste besser ins Spiel und bewegten sich auf Augenhöhe. Nach der Halbzeitpause war Jüchen sogar spielbestimmend und ging in der 51. Minute in Führung. FC-Kapitän Schellhammer hatte den Ball verloren, Sven Raddatz bugsierte die abgefälschte Kugel über Martin Hahnen hinweg ins Tor. Der FC-Keeper war chancenlos. „Die Mannschaft hat es über weite Strecken des Spiels gut gemacht“, sagte Walter Muyres, Zweiter Vorsitzender des VfL. „Mit der Einstellung sollten wir in den kommenden Spielen wieder punkten können.“

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Nach der Führung ließ der eingewechselte Metin Türkay nach einem Konter die große Chance auf das 2:0 liegen. Der Platzverweis für Schellhammer, der nach einem taktischen Foul die zweite Gelbe Karte erhielt, war letztlich die Initialzündung für den 1. FC, noch mal alles zu geben. Bis dahin fehlte dem Spiel jegliche Ordnung. „Wir wurden durch den Platzverweis wachgerüttelt“, sagte Weeks. „Mit einer taktischen Maßnahme haben wir dann alles auf eine Karte gesetzt.“ Weeks reagierte und stellte auf ein 3-3-3-System um. In der 82. Minute führte Semih Zeriner einen Freistoß schnell aus, den Ball verwertete David Godlevski mit einem Schuss aus 16 Metern in den Torwinkel. „Da haben wir nicht aufgepasst und stattdessen mit dem Schiedsrichter diskutiert, ob der Freistoß korrekt ausgeführt wurde“, monierte Muyres. „Das hätten wir besser verteidigen müssen.“

Nichts zu diskutieren gab es sieben Minuten später, als Schiedsrichter Marvin Dominik Szlapa auf Strafstoß für die Hausherren entschied. Zeriner hatte Ayan im Strafraum freigespielt, VfL-Kapitän Yannick Peltzer wusste sich nur mit einem Foul zu helfen. Der Gefoulte schnappte sich den Ball und verwandelte mit seinem 27. Saisontor zum 2:1. Bis zum Ende versuchte Jüchen, den Ausgleich zu erzielen, kam aber gegen jetzt defensiver agierende Gladbacher nicht mehr zu einer echten Chance. Jüchen empfängt am Sonntag den FC Remscheid und braucht dringend einen Dreier. Der 1. FC spielt erst in zwei Wochen in Remscheid.