Landesliga: Jüchen spielt remis, Odenkirchen gewinnt

Fußball : Jüchen vergibt zu viele Chancen

Der Tabellenvorletzte der Landesliga muss sich zu Hause mit einem 0:0 gegen den FC Remscheid begnügen, das Remis fühlt sich wie eine Niederlage an. Die SpVg. Odenkirchen gewinnt derweil in Wuppertal mit einem neuen System.

Der VfL Jüchen hat nach drei knappen Niederlagen in Folge mal wieder einen Punkt geholt. Das 0:0 gegen den FC Remscheid fühlt sich für den Tabellenvorletzten aber wie eine Niederlage an. In einem Spiel auf mäßigem Landesliga-Niveau war Jüchen die bessere Mannschaft und investierte mehr für den Sieg. „Wir haben hier heute zwei Punkte liegen gelassen“, sagte VfL-Vorsitzender Christoph Sommer. „Von den Spielanteilen und Torchancen her gesehen, hätten wir gewinnen müssen.“

Die Gäste machten von Beginn an deutlich, was sie in Jüchen erreichen wollten. Mit einer sehr defensiven Spielweise sollte ein Punkt her, damit der Abstand zu den Abstiegsrängen gewahrt bleibt. Die Gastgeber mussten im verletzten Sven Raddatz auf ihren besten Stürmer verzichten. Vielleicht hätte er eine der zahlreichen Torchancen verwandelt. Die erste gute Einschussmöglichkeit hatte Jonas Kell. Aus halblinker Position traf er nur den Pfosten. Kurz vor der Halbzeitpause legt Danny Hepner den Ball über Gäste-Torwart Nico Tauschel hinweg, aber auch einen Meter am Tor vorbei.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Jüchen die Intensität, wollte unbedingt als Sieger den Platz verlassen. Die beste Chance des Spiels hatte Konstantine Jamarishvilli in der 62. Minute. Von Hepner perfekt bedient, tauchte er frei vor dem Tor auf und schoss den Ball einen Meter über das Tor. „Wenn wir aus unseren vielen Chancen kein Tor machen, haben wir am Ende den Sieg auch nicht verdient“, sagte Sommer. „Zum Fußball gehören Tore, und davon machen wir einfach zu wenige.“ Das muss sich am nächsten Spieltag ändern, denn dann steht das Spiel bei Tabellenschlusslicht DSC Düsseldorf auf dem Programm.

Eine deutlich bessere Trefferquote hat die SpVg. Odenkirchen vorzuweisen. Die Minimalisten haben mit jetzt 35 Toren schon ebenso viele Punkte gesammelt. Die Abstiegsgefahr ist zwar noch nicht gebannt, aber Odenkirchen fehlen nur noch wenige Punkte für eine weitere Landesliga-Saison. Beim FSV Wuppertal-Vohwinkel gewann Odenkirchen 2:1. „Wir haben mit wenigen Torchancen zwei Treffer gemacht und glücklich gewonnen“, sagte Trainer Jörg Pufahl. „Am Ende müssen wir uns aber auch bei Kevin bedanken, dass wir drei Punkte mit nach Hause nehmen dürfen.“ In der Schlussphase rettete Torwart Kevin Afari sein Team vor dem Ausgleich.

Pufahl spielte erstmals in dieser Saison mit zwei echten Stürmern. Damian Schriefers und Mohamed Jaouadi sollten es vorne richten. Allerdings hatte das Team Probleme, sich auf das Spielsystem einzustellen. Die Folge war, dass Vohwinkel häufig im Odenkirchener Strafraum auftauchte. In den ersten zehn Minute hatte Odenkirchen Glück, nicht in Rückstand zu geraten. „Ich wusste, dass das System für meine Mannschaft neu ist und es Probleme geben könnte“, sagte Pufahl. „Aber die Idee war gut, denn beide Stürmer waren an den Toren beteiligt.“ In der 19. Minute scheiterte Schriefers an der Latte, den Abpraller versenkte Jaouadi in bester Abstauber-Manier zum 1:0 im FSV-Tor. Das 2:0 (38.) bereitete Schriefers mit einem Seitfallzieher vor, Jaouadi staubte erneut ab. Nach der Pause kamen die Wuppertaler früh zum Anschlusstreffer (60.). Michael Miodek soll seinen Gegenspieler regelwidrig an der Strafraumgrenze gestoppt haben, der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Afari hatte gegen den Schuss von Atsushi Kanahashi keine Chance. Während Odenkirchen einige Konter nicht gut ausspielte, hielt Afari hinten seinen Kasten sauber.

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