Lokalsport: Kreisligist Neuwerk bastelt am Wiederaufstieg

Lokalsport: Kreisligist Neuwerk bastelt am Wiederaufstieg

In dieser Saison gab es mit dem jüngsten Kader der Liga Schwankungen. Für die neue Spielzeit stehen Zugänge fest.

Generell zählen Absteiger zu Beginn einer Saison mit zu den potenziellen Meisterschaftsfavoriten in der neuen Spielklasse. Auch die Sportfreunde Neuwerk bilden da keine Ausnahme. Doch der Auftakt war nicht gerade vielversprechend, da die ersten vier Partien sieglos gestaltet wurden. Doch mit der Zeit drehte sich das Blatt zugunsten des ehemaligen Bezirksligisten, der eine Siegesserie von zehn Spielen ohne Niederlage (drei Unentschieden) hinlegte und das Feld von hinten aufrollte. Die Niederlage zum Hinrundenabschluss in Kleinenbroich war nach Ansicht von Trainer Michael Holthausen unnötig, war seines doch das bessere Team. Es folgten zum Rückrundenauftakt zwei weitere Niederlagen, ehe das Team wieder in die Spur fand. Diese zwei "Minikrisen" waren letztendlich ausschlaggebend, dass der Aufstiegszug ohne Neuwerk abfuhr, wie der sportliche Leiter Peter Surujun als auch Holthausen treffend feststellten.

Mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren haben die Sportfreunde das jüngste Team der Kreisliga A. Dies entschuldigt auch die Schwankungen in den Leistungen und ist leicht nachzuvollziehen. Zwar verlieren die Neuwerker mit Christopher Hermes (nach Amern) zur kommenden Spielzeit den derzeitigen Toptorjäger der Liga (24 Treffer), aber mit Rückkehrer Tim Güth vom Bezirksligisten Strümp und Miguel Werner vom Ligarivalen Hockstein konnten frühzeitig zwei Spieler verpflichtet werden, die einen Mehrwert bedeuten, wie Holthausen erklärt: "Wir werden kommende Saison mit den beiden und dem weiteren Neuzugang Mirko Schwoll noch offensiver ausgerichtet sein, als wir es derzeit schon sind". Doch damit sind die Kaderplanungen noch längst nicht abgeschlossen, und der Markt wird weiterhin nach Verstärkungen sondiert.

  • Fußball : Die Kaderplanungen der Bezirksligisten sind abgeschlossen

Eine Besonderheit hebt Holthausen hervor - die rege Trainingsbeteiligung. "Bei einem Kader von 20 Spielern, von denen zwei Langzeitverletzte sind, habe ich 16 bis 17 Spieler immer beim Training, also eine Beteiligung von mehr als 90 Prozent. Wer kann das schon vorweisen?", sagt der Coach, dessen Vertrag ebenso kürzlich um ein Jahr verlängert wurde wie die Kontrakte seiner beiden Co-Trainer. "Mittelfristig soll dann der Sprung zurück in die Bezirksliga geschafft werden", erklärt Holthausen. "Und wenn wir zusätzlich den Rasenplatz nutzen können, wird uns das dem Ziel bedeutend näherbringen", fügt er noch an.

Auch neben dem Spielfeld bewegt sich einiges in Neuwerk. Geplant sei ein neues Vereinsheim, was aber derzeit noch nicht spruchreif sei, erzählt Surujun. Dank der vorhandenen Infrastruktur und einem ausgewogenen Kader könnte das Ziel Bezirksliga näher sein, als es die Verantwortlichen derzeit kommunizieren. "Doch zuerst wollen wir die Saison erfolgreich, am besten mit Siegen, abschließen", sagt Holthausen.

(hohö)
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