Coach Torsten Müller kritisiert sein Team DJK Hehn und die Suche nach konstanten Leistungen

Kreisliga A · DJK Hehn erlebt in der Hinrunde der Kreisliga A bislang eine Spielzeit mit vielen Höhen und Tiefen. Trainer Torsten Müller ist damit nur bedingt zufrieden. Das hat auch mit der Einstellung seiner Spieler zu tun.

Philipp Rhönisch (DJK Hehn) im Kopfballduell beim 2:0-Sieg gegen Viktoria Rheydt am zwöflten Spieltag in der Kreisliga A.

Philipp Rhönisch (DJK Hehn) im Kopfballduell beim 2:0-Sieg gegen Viktoria Rheydt am zwöflten Spieltag in der Kreisliga A.

Foto: Theo Titz

Mit 21 Punkten aus 17 Spielen belegt der DJK Hehn nach der Winterpause den elften Platz in der Kreisliga A. Auf Grundlage der vergangenen Saison, die auf dem fünften Platz endete, hätte sich Trainer Torsten Müller einen besseren Start in die neue Spielzeit gewünscht.

So lief die Hinrunde
Hehn startete mit einer 0:2-Niederlage gegen die Red Stars in die neue Saison. Anschließend mussten die Hehner bis zum 7. Spieltag warten, ehe es beim 3:2 gegen den SC Hardt den ersten Saisonsieg gab. „Der Saisonstart war katastrophal“, sagt Trainer Müller. Es folgten zwei weitere Niederlagen gegen Türkiyemspor (3:4) und den Rheydter SV (3:8). Erst am 10. Spieltag kam der zweite Saisonerfolg gegen die Reserve des 1. FC Viersen (3:2). Dieser Sieg leitete ein zwischenzeitiges Saisonhoch ein, in dem die Mannschaft vier weitere Dreier am Stück holte. Unter anderem mit souveränen Siegen gegen Viktoria Rheydt (2:0) und GW Holt (3:0) oder auch Arbeitssiegen gegen Schelsen (3:2 nach zwischenzeitlichem 1:2) und Fortuna Mönchengladbach (2:1). Diese Siegesserie riss beim 2:2-Remis gegen den Tabellenletzten BWC Viersen. Zum Jahresabschluss verlor Hehn allerdings dreimal in Serie gegen den Polizei SV (1:3) und in den Rückspielen gegen die Red Stars (0:2) sowie Neersbroich (0:1). Zur Winterpause belegt Hehn mit 21 Zählern den elften Platz, vier Punkte vor dem ersten Abstiegsrang.

Das war gut
Positiv für Hehn: Nach sechs sieglosen Spielen kämpfte sich die Mannschaft wieder zurück. Laut Trainer Torsten Müller sei dieser Umschwung Spielern wie Fabian Hettrup, dem Kapitän der Mannschaft, Maximilian Rhönisch, Hendrik Schotten und Marcel Meisen zu verdanken, die nicht nur auf dem Platz starke Leistungen erzielten, sondern auch neben dem Platz halfen, die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Dies zeigte sich auch in einer dann verbesserten Trainingsbeteiligung. Dazu trug eine Aussprache zwischen dem Trainerteam und der Mannschaft bei, die nach dem miserablen Saisonstart erfolgte. Danach fasste die Mannschaft wieder Fuß und startete ihre zwischenzeitliche Siegesserie – unter anderem drehte sie die Partie gegen Schelsen und gewann spät mit 2:1 gegen die Fortuna. Ein Sonderlob verteilt Trainer Müller an Fabian Hentrup, der „als Kapitän vorausgegangen ist und als Sechser mit seinen Toren einen großen Anteil am Umschwung hat.“

Das war nicht so gut
Der Trainer merkt an, dass die meisten Spieler seiner Mannschaft die Saison anfangs zu locker nahmen. Immerhin beendete Hehn die Vorsaison nach Erfolgslauf auf Platz fünf. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass die Mannschaft in der neuen Saison nicht automatisch wieder oben mitspielt. Die Spieler zeigten laut Müller zu wenig Motivation und nahmen das Training nicht ernst genug. Es fehlte in einigen Spielen vor allem die Kondition, was sich auf die Leistung auswirkte. Dadurch verlor man laut Müller im Laufe der Saison mehrere Spiele und ließ wichtige Punkte liegen. Diesem Problem stellten sich Trainer und Mannschaft jedoch während der Hinrunde und bekamen es teilweise behoben.

Personal und Neuzugänge
Im Winter ist der junge Mittelfeldspieler Felix Olbrich aus der dritten Mannschaft in den Kreisliga-Kader gerückt. Lukas Nebeler geht den umgekehrten Weg: Er spielt künftig für die dritte Mannschaft der Hehner. Außerdem kommt Simon Schmilewski zurück, der vor sieben Jahren die Hehner berufsbedingt verlassen musste.

So läuft die Vorbereitung
In der Vorbereitung testete Hehn bereits gegen Rhenania Hinsbeck aus der A-Liga Kempen-Krefeld und trennte sich am Ende 3:3-Unentschieden. Außerdem empfängt der DJK am 29. Januar den SV Bedburdyck/Gierath, der ähnlich wie die Hehner im unteren Drittel der Kreisliga A im Kreis Grevenbroich/Neuss steht. Am 5. Februar trifft das Team von Torsten Müller auf SV Rot-Weiß Hockstein. Im letzten Vorbereitungsspiel gastieren die Hehner dann beim VfR Büttgen. In den Ligabetrieb startet Hehn wieder am 24. Februar gegen die SpVgg Odenkirchen.

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