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Kreisliga A: Warum Mennraths Reserve chancenlos im Abstiegskampf war

Saisonfazit Victoria Mennrath II : Warum Mennraths Reserve chancenlos im Abstiegskampf war

Nach dem Hinrunden-Ende fehlten Victoria Mennrath II nicht nur Punkte, sondern auch eine Mannschaft. Spieler aus der dritten Mannschaft halfen aus – der Klassenerhalt sollte aber nicht mehr gelingen.

Nachdem in der Winterpause die komplette Reserve von Victoria Mennrath den Verein verließ, musste die damalige dritte Mannschaft einspringen – mit dem ambitionierten Ziel, nach magerer Hinrunde noch den Klassenerhalt zu schaffen. Doch am Ende reichte es nicht. Mennraths Reserve spielt in kommenden Saison erneut in der Kreisliga B.

 

So lief die Rückrunde

Nach 13 Punkten in der Hinrunde holte die „neue“ Mannschaft 14 Punkte in der Rückrunde. Eine marginale Steigerung, die nicht zum Ligaerhalt reichte. Dennoch ist die Punkteausbeute beachtlich, bedenkt man, dass die Spieler so gut wie keine Erfahrung in der Kreisliga A hatten. Entsprechend fielen auch einige Niederlagen deutlich aus. Nach dem 1:1-Remis bei Viktoria Rheydt und einigen vielversprechenden Ergebnissen in den Vorbereitungsspielen folgten zwei Klatschen gegen den Polizei SV (1:6) und den Red Stars (2:7). Sieben Punkte aus den folgenden drei Paarungen wechselten sich erneut mit drei deutlichen Niederlagen ab. Am Grünen Tisch gab es einen Sieg gegen den 1. FC Viersen II, außerdem wurde Geistenbeck mit 5:1 bezwungen. Ansonsten gingen fünf der letzten sechs Saisonspiele verloren.

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Das war gut

„Wir konnten viele Begegnungen über einen gewissen Zeitraum ausgeglichen gestalten“, sagt Trainer Sascha Schiffer und nennt als Beispiel die Partie gegen Meister TuS Wickrath, die lediglich mit 0:2 verloren ging. „Man darf den Jungs aber keinen Vorwurf machen. Sie haben versucht, die Vorgaben von uns Trainern umzusetzen. Dabei hatten sie, als ich sie übernommen hatte, so gut wie keine Ahnung von Taktik und Spielformen wie zum Beispiel der Viererkette“, hebt Schiffer die Lernbereitschaft seiner Spieler hervor.

Das war nicht so gut

Dass es teils deutliche Niederlagen gab, führte Schiffer auf mangelnde Kondition zurück. „Auch wenn wir die Spiele über einen gewissen Zeitraum offen gestalten konnten, mit dem ersten Gegentor sind bei uns alle Dämme gebrochen. In der B-Liga wurde nicht so viel Wert auf Kondition gelegt, das rächte sich nun umso mehr. Bist du als Spieler müde, reagierst du nicht mehr so schnell und das Unheil nahm seinen Lauf“, sagt Schiffer und fügt an: „Auch fehlte etwas die Unterstützung aus der ersten Mannschaft. Da hatten wir auf mehr gehofft.“ Die erste Mannschaft in Mennrath befand sich parallel jedoch im Aufstiegskampf der Bezirksliga.

Der Spieler der Saison

„Da fallen mir spontan zwei Spieler ein: Nico Schmitz, der einsatzmäßig immer alles gegeben hat. Obwohl er spielerisch noch einige Defizite aufweist, ging er immer über seine Grenzen hinaus. Und da wäre noch unser Torhüter Fabian Scheffler, der in der Winterpause zu uns gestoßen ist. Die vielen Gegentore gehen nicht auf sein Konto, im Gegenteil: Er verhinderte noch viele weitere Gegentreffer. Er ist immer beim Training und versucht, sich weiter zu verbessern“, sagt Schiffer.

Wie geht es weiter?

Trainingsstart ist der 4. Juli. Ein Abgang ist Ersatztorwart Christoph Wirtz, der dem Verein als künftiger Co-Trainer von Schiffer jedoch erhalten bleibt. Ansonsten gibt es bislang keine größeren Veränderungen im Kader. „Wir wollen in der Kreisliga B oben mitspielen – und wenn es hinhaut, auch in die A-Liga zurückkehren“, sagt Schiffer zur Zielsetzung.