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Kreisliga A: Trainer Tobias Beier muss nach Aufstieg Concordia Viersen verlassen

Großer Knall nach dem Aufstieg : Spieler von Concordia Viersen sorgen für Trainerentlassung

Trotz des Aufstieges in die Kreisliga A wollten viele Spieler Concordia Viersen verlassen, nun sah sich der Vorstand gezwungen, den Trainer zu feuern. Was bleibt, ist ein Scherbenhaufen.

Eigentlich müsste bei BW Concordia Viersen die Welt in Ordnung sein. Nach drei Jahren Zugehörigkeit in der Kreisliga B feierte die Elf von Trainer Tobias Beier trotz 0:1-Niederlage im Relegationsspiel gegen die SpVg 05/07 Odenkirchen II vergangene Woche die Rückkehr in die Kreisliga A. Die Odenkirchener Zweitvertretung verzichtete nämlich auf ihr Aufstiegsrecht. Anschließend ging es für die Concorden auf Mannschaftstour nach Kreta. Nach der Rückkehr folgte jedoch der große Knall.

Zahlreiche Spieler wandten sich bereits während der Mannschaftstour an Coach Tobias Beier und erklärten ihm, dass sie den Verein verlassen würden. Dabei hatte eigentlich fast der gesamte Kader seine Zusage für die Saison 2022/23 gegeben. Auch die beiden Kapitäne Ibrahim Cobanoglu und Philipp Sklebeny kündigten urplötzlich ihren Abschied an. „Die Spieler sind wortbrüchig geworden und konnten sich auf einmal nicht mehr an ihre Zusage erinnern“, sagte Beier, der auch wenige Tage später immer noch fassungslos ist. Es folgte ein Dominoeffekt, bei dem kurzfristig weitere Abschiedsnachrichten eintrudelten. „Ich bin persönlich sehr enttäuscht, weil ich die Spieler teilweise schon lange kenne“, erklärte Beier. Nachdem sich die Ereignisse dann überschlagen hatten, informierte Beier über Teammanager Daniel Coolen den Vorstand des Vereins. Dieser wandte sich daraufhin an die abwanderungswilligen Spieler und stellte ihnen die Frage, ob eine Abmeldung auch erfolgen würde, wenn man sich von Beier trennen würde. So gab es Beier zu Protokoll. Zudem wurde kurzfristig eine Vorstandssitzung einberufen. Das Ergebnis dieser Sitzung war die Entlassung von Beier, der durch den 1. Vorsitzenden Andreas Harmes telefonisch darüber informiert wurde. „Ich bin vollkommen schockiert und habe damit niemals gerechnet“, sagte Beier, der den Schock nun erst einmal verdauen muss.

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„Wir sind sehr froh, dass wir über den Umweg aufgestiegen sind. Wir haben eine hervorragende Saison gespielt. Leider wollten dann urplötzlich nach dem Aufstieg einige Spieler den Verein verlassen. Wir haben dann in die Mannschaft hineingehört und sind dann leider zu dem Entschluss gekommen, dass wir einen Neustart ohne Tobias Beier beginnen müssen“, sagte Harmes, der mit der Arbeit von Beier zufrieden war. „Die Erfolge sprechen für sich“, unterstrich er dabei noch einmal deutlich. Für ihn und seine Vorstandskollegen beginnt nun sehr viel Arbeit, denn neben neuen Spielern muss auch ein neuer Trainer her. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung und wollen eine konkurrenzfähige Mannschaft in der Kreisliga A stellen“, so Harmes.

Viel Zeit bleibt dem Vorsitzenden dabei nicht, schon am Freitag nimmt die Mannschaft offiziell die Vorbereitung auf die Spielzeit 2022/23 auf. Fest steht, das Christoph Grau zukünftig die Rolle des Sportlichen Leiters übernehmen wird. Daniel Coolen bleibt zudem Teammanager.