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Kreisliga A: Rot-Weiß Venn feiert den 100. Geburtstag und bekommt einen neues Spielfeld

Jubiläum bei Rot-Weiß Venn : Zum 100. Geburtstag einen neuen Rasen

Rot-Weiß Venn feiert in diesem Jahr sein dreistelliges Bestehen. Und als Präsent gab es einen neuen Kunstrasen. Der Verein erhofft sich damit positive Impulse für die sportliche Zukunft. In seiner Geschichte musste Venn hingegen schon oft umziehen.

Eine Tradition von mindestens 100 Jahren, darauf kann nicht jeder Fußballverein zurückblicken. Neu im Klub der 100-Jährigen ist nun der Rot-Weiß Venn. Und passend zum Jubiläum gab es von der Stadt ein besonderes Präsent: ein neues Kunststoffrasenspielfeld, das am Sonntag eröffnet werden soll. Die Feierlichkeiten begannen allerdings bereits am Freitag mit dem Spiel der ersten Mannschaft gegen die Traditionself von Bayer Leverkusen. Am Sonntag dürfen die Jugendmannschaften erstmals auf dem neuen Platz auflaufen.

In 100 Jahren Vereinsgeschichte gab es etliche Höhen und Tiefen. Im Gründungsjahr kam der Verein zum Beispiel nur schwer an Ausrüstung, diese musste zumeist in Eigenregie hergestellt werden oder wurde gestiftet. Auch in Sachen Spielstädte war Venn lange auf Wanderschaft. Den ersten Spielort fand man zwischen Windberg und Venn – ein Waldstück, das noch gerodet werden musste. Ab 1927 spielte man auf einem Gelände zwischen Moosheide und Poether Weg. Auch dort waren zahlreiche Arbeiten nötig, um einen halbwegs vernünftigen Fußballplatz herzurichten. Und auch der Zweite Weltkrieg hinterließ seine Spuren: Viele ehemalige Spieler kamen im Krieg ums Leben oder kehrten als Kriegsversehrte zurück.

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Im Jahre 1946 entstand auf der Roermonder Straße gegenüber der Ostmarkstraße Venns neue Heimstätte. Zur Eröffnung kam Borussia Mönchengladbach, Venn ging damals sogar mit 1:0 in Führung, verlor die Partie aber mit 1:5. Für heutige Zeiten undenkbar: 1000 bis 2000 Zuschauer kamen zu den Spielen in der 1. Kreisklasse, bei Spitzenbegegnungen sogar bis zu 4000 Leute. 1976 bekam Venn dann die heutige Spielstätte zugewiesen.

Sportlich gab es des öfteren Tränen, mal wurde ein Abstieg beweint, dann herrschte wieder ausgelassene Stimmung bei Aufstiegen. Bekannte Namen waren dabei für die Rot-Weißen tätig: Orhan Demir, Mullah Gürmüs, Axel Busch, Nino Curti – nur um einige zu nennen – sind heute irgendwie immer noch dem Fußball verbunden.

Als höchste Liga erreichten die Venner die Bezirksliga. Die war langfristig beim Amtsantritt von Mischa Bongarz als Ziel ausgemacht. Davon hat das neue sportliche und das administrative Team allerdings Abstand genommen. „Wir wollen uns in der Kreisliga A endgültig etablieren. Hier gibt es so viele interessante Derbys“, sagt der Vorstandsvorsitzende Tony Korte. Kleine Brötchen backen, Mund halten und kräftig anpacken – all das kann Rot-Weiß. Und wird so auch die nächsten 100 Jahre angehen.

Der neue Kunstrasenplatz soll dabei positive Impulse für sportliche Entwicklung für die kommenden Jahre geben. Seit jeher hat Venn größten Wert auf die eigene Jugend gesetzt. Aber mit einem Aschenplatz zog es die Nachwuchskicker eher zu Vereinen mit einem Kunstrasenplatz. Da die Rot-Weißen nun aber ihren eigenen haben, hofft der Verein, beim Zulauf an Kindern und Jugendlichen zulegen zu können. Erste Anzeichen seien bereits zu vernehmen, sagen die Verantwortlichen. Zwar dauert es noch einige Jahre, bis Spieler aus der eigenen A-Jugend in den Seniorenbereich wechseln können. Die Basis ist aber schon mal geschaffen worden. Die Kosten für den Bau der Anlage bezifferte die Stadt auf 660.000 Euro, der Verein steuerte 100.000 Euro bei.