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Kreisliga A: Odenkirchen verliert seinen Trainer​ - wie es nun weitergeht.

Wie es nun für den Absteiger weitergeht : Odenkirchen verliert seinen Trainer

Nach dem Abstieg in die Kreisliga wollte die Spielvereinigung mit Trainer Oliver Schoepp den Neustart angehen, der legt sein Amt aus privaten Gründen kurzfristig nieder. Und nun?

Den Abstieg aus der Bezirksliga haben sie in Odenkirchen verdaut. Mehr noch: Ein Stück weit hat sich die Spielvereinigung vielleicht sogar danach gesehnt. „Wenn wir ehrlich sind, war der Abstieg überfällig“, sagt einer, der es wissen muss. Damian Schriefers war 2019 noch aktiver Spieler, als der Verein aus der Landesliga abgestiegen ist. Zwei abgebrochene Spielzeiten haben Odenkirchen in der Folge davor bewahrt, direkt in die Kreisliga durchgereicht zu werden. „Der Aderlass nach dem Abstieg vor drei Jahren war einfach zu groß und konnte während der Pandemie nie aufgefangen werden“, erklärt Schriefers, der mittlerweile als Sportlicher Leiter bei der SpVg Odenkirchen fungiert.

Mit 15 Punkten aus 24 Bezirksliga-Spielen, 14 Zählern Rückstand auf das rettende Ufer und einem Torverhältnis von 49:85 war der Abstieg des ehemaligen Landesligisten in der nun abgelaufenen Saison frühzeitig besiegelt. Der zeitlich versetzte Absturz des ehemaligen Landesligisten war nun mit zweijähriger Verzögerung eingetreten. In der Rückrunde hatte Oliver Schoepp die Verantwortung an der Seitenlinie. Trotz des ausbleibenden Erfolges in der Bezirksliga schätzt Schriefers den 31-Jährigen sehr, wäre mit ihm gerne in die neue A-Liga-Saison gegangen. „Die Qualität war in Summe einfach nicht da. Aber jetzt ist an dem Abstieg ein Haken und wir können in der Kreisliga A einen Neustart vollziehen“, so Schriefers. Und auch Oliver Schoepp wollte diese Herausforderung für die kommende Saison mit seinem Team in Odenkirchen eigentlich angehen. Doch aus privaten Gründen hat sich der 31-Jährige nun dazu entschlossen, sein Amt bei der Spielvereinigung kurzfristig niederzulegen. „Ich kenne Oli sehr gut. Sein Herz ist in Odenkirchen und er wollte den Weg in der Kreisliga mit uns gehen, die Entscheidung ist ihm nun alles andere als leicht gefallen“, sagt Schriefers.

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Am Donnerstagabend verkündete Schoepp seinen Abgang der Mannschaft. Schriefers spricht von einer sehr emotionalen Stimmung in der Kabine. „Die Jungs waren natürlich überrascht, wie wir alle.“ Gemeinsam mit Co-Trainer Wolfgang Brück wird der Sportliche Leiter das Traineramt in Odenkirchen nun interimsweise übernehmen. Schon im Oktober der vergangenen Saison stellte sich Schriefers selber an die Seitenlinie, nachdem der damalige Coach Thomas Vaßen ebenfalls aus privaten Gründen überraschend um Vertragsauflösung gebeten hatte. „Wir schauen natürlich, was sich ergibt, aber der Trainermarkt in Mönchengladbach ist momentan ziemlich abgegrast – und der Zeitpunkt ist für eine Trainersuche auch nicht gerade optimal“, sagt Schriefers, der mit der Entwicklung der Vergangenheit hadert. „Wir hoffen, dass das jetzt erst einmal der letzte Rückschlag war.“ Denn eigentlich wollte die SpVg Odenkirchen als ambitionierter A-Ligist in die neue Saison starten. Und mit einem Blick auf die Verstärkungen des Kaders ist so viel Selbstvertrauen durchaus angebracht. Neben dem Stamm des Kaders, der zu einem großen Teil zusammengehalten werden konnte, hat Schriefers einige namhafte Transfers tätigen können. Zum Team stoßen unter anderem Marcel Schulz (Union Nettetal), Soner Karaman (Mennrath II), Tiago Simoes Correia (Türkiyemspor), Tom Salentin (SV Straelen U19), Erdal Tuna (Fortuna Dilkrath) und Patrick Berger (FC Viersen). Außerdem rücken mit Nicolas Kakah, Mohamed Boudhan und Ilias Kayhani drei Jugendspieler in den Kader der ersten Mannschaft. „Wir sind sportlich hervorragend aufgestellt, um in der Kreisliga A eine gute Rolle mitspielen zu können“, sagt der Sportliche Leiter.

Den Abstieg aus der Bezirksliga haben sie in Odenkirchen verdaut, den plötzlichen Verlust des Trainers noch nicht. Aber daran wird Damian Schriefers nun arbeiten.