Viktoria Rheydt bleibt oben dran Kein Sieger im Rheydter Derby

Fußball-Kreisliga A · Nach über fünf Jahren fand wieder das Derby zwischen dem Rheydter SV und Viktoria Rheydt statt. Beide Teams stehen aktuell oberen Bereich der Tabelle, am Ende gab es ein 1:1. Der RSV ist damit nicht zufrieden.

Pascal Schmitz (Mitte) leitete den Ausgleich für den Rheydter SV ein. Das Derby endete 1:1.

Pascal Schmitz (Mitte) leitete den Ausgleich für den Rheydter SV ein. Das Derby endete 1:1.

Foto: Theo Titz

Nach fünfeinhalb Jahren gab es wieder das Duell zweier Teams mit dem Stadtteilnamen Rheydt im Vereinsnamen: Der Rheydter SV empfing am Freitagabend Viktoria Rheydt. Und bei den vergangenen Derbys in der A-Liga dominierte der RSV mit drei Siegen und einem Remis - dies wollte die Viktoria natürlich ändern. Die Tabellensituation brachte zusätzliche Brisanz in die Partie: Beide Teams standen vor dem Spieltag in der Spitzengruppe der Liga. Am Ende ging das Rheydter Derby 1:1 aus.

Viktoria-Trainer Florian Wittkopf verriet schon vor Anpfiff die Taktik seiner Elf. „Kompakt stehen und dann kontern. Und gegen Pascal Schmitz haben wir uns auch etwas überlegt. Sollte er durch das Zentrum kommen, werden wir ihn mit mehreren Spielern entgegentreten“, sagte der Trainer. Die Maßnahmen bewährten sich – allerdings bereitete Schmitz dennoch den 1:1-Endstand vor. Gleich zwei Konter fuhren die Pongser in den ersten Minuten ein, in der ersten Hälfte kam der RSV insgesamt selten in den gegnerischen Strafraum – zumeist durch ruhende Bälle. Die erste Großchance verbuchte der „Spö“ in der 19. Minute, als Torhüter Sascha Jansen einen Schuss mit Mühe nach vorne abwehren konnte und Onur Altuntac den Ball im Anschluss in die dritte Etage schoss. Die Führung fiel dagegen auf der gegenüberliegenden Seite: Die Vorarbeit von Rafioudine Bawa verwertete Lukas Schabram per Kopf in der 27. Minute zum 1:0. Den 1:1-Ausgleich in der 30. Minute leitete Schmitz ein, in dem er einen langen Ball vor der Torauslinie erlaufen konnte und auf den Elfmeterpunkt zurücklegte, wo Jerome Schumann keine Probleme hatte und einnetzte.

Die zweite Hälfte war in der Folge ereignisloser. Der RSV erhöhte den Druck, die Pongser zogen sich weiter zurück – Torchancen waren Mangelware. Viktorias Torhüter Jansen stand nur einmal noch im Mittelpunkt, als er einen Abschluss reflexartig mit der Faust zur Ecke klärte. Wittkopf wollte in der Schlussphase mehr Entlastung sehen, eine Schwächung erlitt sein Team noch durch die Gelb-Rote Karte gegen Schabram in den letzten Minuten.

RSV-Coach Michael von Amelen war mit der Punkteteilung letztendlich nicht zufrieden. „Wir haben das Spiel bestimmt. Aber wir wussten, dass wir wenig Torchancen bekommen werden, die hätten wir dann nutzen müssen. Und dann läufst du noch einem Rückstand hinterher“, sagte von Amelen. Wittkopf dagegen war zufrieden mit der erneuten Remis gegen einen weiteren Topfavoriten der Liga, zuvor gab es bereits ein Unentschieden gegen die Red Stars. „Wir haben uns immer weiterentwickelt, auch durch junge Spieler. Das kommt für uns nicht überraschend“, so Wittkopf.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort