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Fußball: Krahwinkel macht Jüchen flott

Fußball : Krahwinkel macht Jüchen flott

Der 59-Jährige wollte vor zwei Jahren ein wenig helfen. Er baute ein diszipliniertes, erfolgreiches Team auf, das nun auf dem dritten Platz der Fußball-Bezirksliga gelandet ist. Schon zehn Mal ist die Elf auswärts angetreten.

Was soll der Mann nur in der Bezirksliga, noch dazu in Jüchen? Vor zwei Jahren mochte es keiner glauben: Georg Krahwinkel setzte seine Trainer-Laufbahn fort. Immerhin war der Schritt aus den Fußballniederungen der Kreisliga mit Hochneukirch in die Bezirksliga zum VfL Jüchen-Garzweiler wieder ein Schritt nach vorne. "Der Verein liegt für mich praktisch vor der Haustür, ist sehr gut geführt, und mein Sohn Tim wollte sich verändern." Nicht erwähnt der Diplomsportlehrer, dass die Jüchener über so viel Glück begeistert in die Hände klatschten und sich heimlich auf bessere Zeiten mit Krahwinkel freuten. Doch die kamen nicht von selbst, wollten verdient werden, wobei ab und zu auch das Glück Hilfestellung leistete.

Eine ordentliche Überraschung

Da waren die enttäuschten Odenkirchener Andreas Haßlinger und Simon Tüscher, die sich nach einem sportlichen Tapetenwechsel sehnten, ihn in Jüchen fanden und dem Verein einen neuen Schub gaben. "Vor allem in der Rückrunde der vorigen Saison haben wir schon erfolgreich gespielt. Der neunte Tabellenplatz war für Jüchen schon eine ordentliche Überraschung. Das war für uns schon gut", freute sich der 59-Jährige.

Diese Freude müsste sich nun augenblicklich in einen riesigen Jubel verwandeln, denn die Jüchener kletterten nach dem fünften gewonnenen Spiel in Folge auf Rang drei. "Das ist eine Momentaufnahme oder vielleicht doch nicht. Egal, es ist jedenfalls schön und wir genießen die Lage", bleibt der Trainer auf dem Boden. Dahin will er auch seine Spieler bekommen: "Aber ich glaube, dass das gelingen wird, denn die Mannschaft ist diszipliniert, reißt sich zusammen."

So gut die Voraussetzungen im Verein auch sein mögen, das Spielfeld macht in dieser Saison Probleme. Der Bau des Kunstrasenplatzes dauert, so dass der Tabellendritte bereits zehn Spiele auswärts ausgetragen hat. Nur zweimal wurde zu Hause gespielt.

Auch am morgigen Sonntag muss das geplante Heimspiel gegen Holzheim auf des Gegners Platz ausgetragen werden. Zudem lernen die Kicker die nähere Umgebung bestens kennen. Zum Training fahren sie nach Hochneukirch, Otzenrath und Neu-Elfgen. Nur in Jüchen wird nicht trainiert.

"Wir sind im Moment froh, dass wir schon 23 Punkte auf dem Konto haben. Das macht uns stolz, aber nicht überheblich", hält Georg Krahwinkel den Ball weiter flach. Aber in Holzheim sollte sich das Konto dennoch erhöhen. Dafür sollten Torwart Stefan Schmitz und Torjäger Marcel Winkens Garanten sein. Der hat bisher schon neun Treffer erzielt.

Eine Woche später ist Jüchen dann beim ASV Süchteln richtig gefordert. Und danach soll es schon die erste vorweihnachtliche Überraschung geben: Am 6. Dezember soll gegen Rheindahlen zum ersten Mal tatsächlich auf dem eigenen Kunstrasen gespielt werden. Es wäre erst das dritte Heimspiel für Jüchen in dieser Saison, dem ganz viele erfolgreiche Einsätze in der Rückrunde folgen sollen.

(RP)