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Korschenbroichs Trainer Gilbert Lansen im Interview: „Das Team ist gewillt, was zu erreichen“​

Interview Gilbert Lansen : „Das Team ist gewillt, was zu erreichen“

Der neue Trainer des TV Korschenbroich spricht im Interview über seine Eindrücke in den ersten Wochen, die bisherigen Testspiele und über mögliche Verstärkungen.

Wie alle anderen Vereine befindet sich auch der Handball-Regionalligist TV Korschenbroich in der entscheidenen Phase der Vorbereitung auf die neue Saison. Am 2. September empfängt Korschenbroich zum Auftakt interaktiv.Handball. Neu in der Veranwortung ist derweil Gilbert Lansen, der vom Lokalrivalen Neusser HV nach Korschenbroich kam. Im Interview äußert sich der Trainer zu den ersten Wochen im neuen Job.

Herr Lansen, wie sind Ihre ersten Eindrücke vom Verein?

Lansen Absolut positiv. Der Verein ist sehr gut strukturiert und ich kann mich wirklich komplett auf meine Aufgaben als Trainer konzentrieren. Ich brauche nur in die Halle kommen und kann direkt mit den Einheiten beginnen, alles andere ist schon organisiert worden. Ich habe einige Helfer an meiner Seite, die mir viele Aufgaben abnehmen. Auch das gesamte Umfeld ist toll, ich fühle mich einfach nur wohl.

Die Mannschaft befindet sich in der vierten Vorbereitungswoche. Was für ein Bild konnten Sie sich bis dato von Ihrem neuen Team machen?

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Lansen Zunächst einmal war ich positiv überrascht, wie fit die Spieler bereits waren, als wir in die Vorbereitung eingestiegen sind. Das war natürlich sehr hilfreich, denn die Intensität ist doch recht hoch. Wir trainieren von montags bis donnerstags, wobei dienstags die Einheit von unserem Athletiktrainer übernommen wird. Hinzu kommen dann noch die Testspiele an den Wochenenden. Das Team ist auf jeden Fall gewillt, etwas zu erreichen. Dementsprechend arbeiten auch alle mit. Auch der Zusammenhalt innerhalb des Teams gefällt mir sehr gut.

Konnten sich die Neuzugänge bereits in das Mannschaftsgefüge integrieren?

Lansen Natürlich hapert es noch in einigen Situationen, das Spielerische betreffend. Menschlich sieht es so aus, als wären sie schon seit Jahren dabei. Wir müssen noch an kleineren Stellschrauben drehen, aber die Entwicklung stimmt mich durchaus positiv. Mika Schoolmeesters konnte in den Testspielen bereits unter Beweis stellen, dass er mit Felix Krüger ein tolles Duo bilden wird. Oliver Brakelmann war zuletzt zwar leicht verletzt, ist auf der halbrechten Rückraumposition aber eine echte Alternative zu Henrik Schiffmann. Henrik Ingenpaß und Til Klause kenne ich ja bereits aus meiner Zeit beim Neusser HV und weiß deren Stärken und Schwächen genau einzuschätzen. Und Max Eugler wird eine absolute Verstärkung für unseren Innenblock in der Abwehr sein.

Bis jetzt haben Sie vier Testspiele in der Vorbereitung absolviert. Wie ordnen Sie die bisherigen Auftritte ein?

Lansen Mit Longerich und Opladen hatten wir zwei Spitzenmannschaften der Dritten Liga und Eupen ist eines der besten belgischen Teams (das Interview fand vor dem Testspiel am Wochenende gegen Gladbeck statt, Anm. d. Red.). Das Tempospiel wurde von Auftritt zu Auftritt besser und hat mir bereits richtig gut gefallen. Überhaupt hat die Mannschaft mit ungefähr 30 Toren im Schnitt im Angriff überzeugende Vorstellungen geboten – auch wenn wir uns da in gewissen Situationen noch verbessern müssen. Allerdings haben wir auch viele Gegentore kassiert, auch wenn wir gegen höherklassige Teams angetreten sind. An der Defensive gilt es noch zu arbeiten – das ist noch nicht das, was ich mir vorstelle. Allerdings waren hier auch schon Verbesserungen zu erkennen. Wir müssen in beiden Bereichen noch an der Abstimmung arbeiten, was bei fünf neuen Spielern auch absolut normal ist. Bis zum Saisonauftakt am 2. September gegen interaktiv Handball haben wir noch drei Testspiele, in denen wir an der Feinjustierung arbeiten können.

Ist die Kaderplanung abgeschlossen oder suchen Sie noch nach weiteren Verstärkungen?

Lansen Wir hätten gerne noch einen Linkshänder für Rechtsaußen gehabt, aber die wachsen bekanntlich ja nicht auf den Bäumen. Unser Kader umfasst 14 Spieler, die sich alle auf einem hohen Niveau befinden. Natürlich können wir auch unsere beiden halbrechten Rückraumspieler hin und wieder nach außen schicken, aber vielleicht ergibt sich per Zufall noch eine Möglichkeit, die dann allerdings auch zu unseren finanziellen Möglichkeiten passen muss.