Kelly Marco Matton trifft für den SV Lürrip nahezu nach Belieben

Fußball : Matton macht Tore von der Kreisliga C bis zur Bezirksliga

Der Lürriper Vollblutstürmer hat eine starke Bilanz, obwohl er als in den Niederlanden stationierter Berufssoldat wenig Zeit für das Training hat.

113 Scorerpunkte in 114 Spielen – eine Bilanz, die nur wenige Spieler haben. Lürrips Kelly Marco Matton gehört dazu. 80 Tore und 33 Assists erzielte der 26-jährige Vollblutstürmer in seinen sieben Spielzeiten im Seniorenbereich, von der Bezirksliga bis hinab in die Kreisliga C.

Angefangen hat Matton in der Jugend des SV 08 Rheydt. 1. FC Mönchengladbach, Borussia Mönchengladbach, Alemania Aachen und erneut der 1. FC waren die weiteren Stationen im Jugendbereich. Erste Sporen verdiente sich Matton in der Saison 2012/13 bei Giesenkirchen II in der Kreisliga C. Es folgten anderthalb Spielzeiten bei den 08ern, von wo aus er für ein halbes Jahr nach Lürrip in die Bezirksliga-Elf wechselte. Sein darauffolgendes halbjähriges Gastspiel war aus beruflichen Gründen nur auf sechs Einsätze beim damaligen A-Ligisten beschränkt. Er wechselte zurück nach Lürrip, um dann überwiegend mit der zweiten Mannschaft zu spielen.

Der in Holland stationierte Bundeswehrsoldat bestreitet seitdem ohne viel Training seine Spiele und ist trotzdem die Torgefahr in Person. Sowohl sein Trainer Manuel Moreira als auch Dominik Pasculli von der Bezirksliga-Vertretung der Lürriper halten große Stücke auf ihn. „Er ist ein mannschaftsdienlicher Spieler, stark in der Ballabschirmung. Er strahlt Ruhe aus und hat das gewisse Auge für besser postierte Mitspieler“, befinden beide Coaches.

Aufgrund des fehlenden Trainings wurde Matton bisher 26-mal ein- und 37-mal ausgewechselt. Trotzdem schaffte er es auf 13 Berufungen in die „fupa-Elf der Woche“. Elf Gelbe Karten handelte er sich in seiner Seniorenlaufbahn ein und nur eine Ampelkarte. „Das war mein kürzester Auftritt überhaupt. Mein erster Einsatz in der Bezirksliga-Mannschaft gegen Rheindahlen am 18. Spieltag der Saison 2014/15. Ich wurde in der 63. Minute eingewechselt und durfte zwölf Minuten später duschen gehen. Da war ich wohl ein wenig übermotiviert“, erzählt Matton.

Er selber sieht sich als Vater einer sechsjährigen Tochter als Familienmensch, dessen größtes Hobby der Fußball ist. Auch an ein Ende als Spieler und was danach kommt hat er schon gedacht. „Eine Trainerstelle wäre durchaus denkbar, da habe ich Dominik Pasculli als gutes Beispiel. Aber ich muss alles unter einen Hut bringen“, betont Matton.

Pasculli wird am Sonntag in Viersen beim 1. FC auf Matton verzichten müssen, da die Reserve seine Tore dringender gegen Hochneukirch braucht. Bereits am heutigen Freitag erwartet der Rheydter SV den VfB Uerdingen (20 Uhr). Giesenkirchen bekommt es Sonntag mit dem TDFV Viersen zu tun, Kleinenbroich mit Grefrath. Und Mennrath will Rang zwei in Strümp verteidigen.