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Fußball: Kammer wertet kuriosen Spielabbruch für Geistenbeck

Fußball : Kammer wertet kuriosen Spielabbruch für Geistenbeck

Ganz früh in der Saison, nämlich schon am 31. August, hatte sich die Kreisliga A mit wetterbedingten Problemen herumzuschlagen. Eine daraus entstandene Situation musste jetzt die Kreisspruchkammer klären.

Denn das Spiel zwischen Germania Geistenbeck und den Sportfreunden Neersbroich wurde in der 86. Minute beim Stand von 3:1 unterbrochen (Wir berichteten). Dann jedoch passierte Kurioses: Als der Schiedsrichter mit beiden Teams über eine Fortsetzung der Partie sprechen wollte, waren die Gäste nicht mehr da. Nun entschied die Spruchkammer, dass die Partie mit 3:1 für die Germanen gewertet wird.

"Vor der Kammer haben beide Seiten, ausdrücklich auch die Neersbroicher, die Situation so geschildert, wie sie auch war", erklärte Geistenbecks Trainer Dony Karaca. "Ebenso hat Rainer Hilgers als Kammervorsitzender aber keinen Zweifel daran gelassen, dass nur der Schiedsrichter mit einer klaren Ansage ein Spiel abbrechen kann, und niemand sonst", fügte Karaca hinzu, der auch sagte, dass man aus seiner Sicht wahrscheinlich nicht hätte weiterspielen können. Es wäre also clever gewesen, noch ein paar Minuten am Sportplatz zu verweilen. Dann hätte die Partie wohl von vorne beginnen müssen. Dennoch wehrt sich Karaca verständlicherweise gegen den Vorwurf, die Punkte nun am grünen Tisch bekommen zu haben. "Das finde ich unfair. Wir haben vier Minuten vor dem Ende 3:1 geführt und hätten das bestimmt nicht mehr aus der Hand gegeben", sagt er, und das ist natürlich auch nachvollziehbar.

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Immerhin ist es seit ein paar Jahren so, dass nach einem Abbruch das Ergebnis zum Zeitpunkt des Abbruchs gewertet wird. "Das begrüße ich in der Tat sehr", sagte dazu auch Kreisschiedsrichter-Obmann Rolf Göttel. "Früher konnte man ja 17:0 führen und hätte doch nur ein 2:0 in die Wertung bekommen." Und im hiesigen Kreis kann das über Auf- und Abstieg entscheiden, da anders als in anderen Kreisen die Tordifferenz in diesen Fragen ja zurate gezogen wird. Und wenn man sieht, wie eng es in der laufenden Spielzeit in der Kreisliga A zugeht, möchte man sich gar nicht ausmalen, wenn solche Entscheidungen durch einen Abbruch beeinflusst würden.

(kpn)