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Jugend-Fußball: Jungjahrgänge stehen beim 1. FC und Borussia Mönchengladbach im Fokus

Jugend-Fußball : Jungjahrgänge stehen im Fokus

Die Nachwuchsmannschaften des 1. FC Mönchengladbach mussten in der Hinrunde der Niederrheinliga auch auf Spieler des jüngeren Jahrgangs zurückgreifen. Auch die U16 Borussias entwickelt sich gut.

Die Gladbacher Nachwuchsmannschaften in den Niederrheinligen ziehen eine unterschiedliche Halbzeit-Bilanz. Die U19 des 1. FC Mönchengladbach belegt bei den A-Junioren den neunten Rang. „Wir sind mit der bisherigen Punktausbeute nicht vollständig zufrieden“, sagt Coach Stefan Laucke. Der 41-jährige übernahm kurz vor der Saison das Traineramt von Kevin Kreuzberg, der zum TSV Meerbusch wechselte. Weil sich viele Spieler ihrem Trainer anschlossen, musste Laucke fast einen kompletten Kader neu zusammenstellen. „Aus der letztjährigen Mannschaft ist nur ein Spieler geblieben“, sagt Laucke. „Wir haben daher viele Spieler aus dem Jungjahrgang einbauen müssen.“

Diesmal konnten die Westender keine Spieler für sich gewinnen, die in einem der umliegenden Nachwuchsleistungszentren ausgebildet wurden. Zwar sind die neu verpflichteten Spieler fußballerisch auf einem guten Niveau, aber es mangelt an der Erfahrung. Das führte dazu, dass einige Spiele trotz Führung in den letzten Minuten noch verloren gingen. Laucke hofft in der Rückrunde auf eine Steigerung, die dann das Team noch auf Tabellenplatz sechs führen soll. Der würde für die Direkt-Qualifikation für die nächste Saison reichen.

Marco Saremba, FC-Trainer der U17, ist derweil sehr zufrieden mit Rang neun bei den B-Junioren: „Wir stehen deutlich besser als erwartet. Eigentlich haben wir damit gerechnet, gegen den Abstieg spielen zu müssen.“ Davon kann bei acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge keine Rede sein. Eher schaffen es die Westender noch auf Rang acht, der die Direkt-Qualifikation für die kommende Saison bedeuten würde. Nachdem die Qualifikation am Ende der Vorsaison erst über die Qualifikationsrunde geschafft wurde, konnten keine Verstärkungen an Land gezogen werden. „Wir mussten daher auf die Jungjahrgänge zurückgreifen“, sagt Saremba. „Und die Jungs machen das gut.“

Mit Rang vier, bei einem noch ausstehenden Nachholspiel, ist auch Borussias U16 zufrieden. „Wir blicken in erster Linie nicht auf den Tabellenplatz, sondern darauf, wie sich die Spieler entwickeln“, sagt VfL-Trainer Michael Nagorny. „Die Spieler werden ausgebildet, um ein Jahr später in der B-Junioren-Bundesliga bestehen zu können.“ Borussia fördert verstärkt Spieler, die aus der näheren Umgebung kommen. Die Auswahl basiert darauf, wer das Potenzial besitzt, sich mit einem klar größeren Trainingsumfang schnell weiterzuentwickeln. Das geht nicht immer kontinuierlich. „Wir müssen immer berücksichtigen, dass Spieler mal über Wochen keine Entwicklung zeigen“, sagt Nagorny. „Da ist Geduld gefragt.“ Höhepunkt war das 4:2 gegen Bundesliga-Absteiger MSV Duisburg, als Borussia ein 0:2 wettmachte.