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Irene Geyr packt mit der DJK/VfL Giesenkirchen an

Irene Geyr leitet die Geschicke : DJK/VfL Giesenkirchen – ein Verein packt an

Bei der DJK/VfL Giesenkirchen bewegt die erste Vorsitzende Irene Geyr jede Menge. Sie setzt auf Zusammenhalt. In ihrer etwa 21-monatigen Amtszeit hat sich im Klub bereits einiges getan.

Der Verein DJK/VfL Giesenkirchen gehört in Mönchengladbach zu den Mehrspartenvereinen mit dörflichem und familiären Flair. Neben der Fußballabteilung, die mit der ersten Mannschaft in der Landesliga als Aushängeschild fungiert, hat der Verein nämlich noch weitaus mehr zu bieten mit seinem großen Spektrum an Möglichkeiten. Mit den weiteren Sportarten Tischtennis, Koronarsport (auch Herzsport genannt), Volleyball, Damen-Gymnastik und Behindertensport ist man im Stadtgebiet breit aufgestellt und kann so viele Interessen vertreten.

Seit dem 27. September 2018, also seit etwa 21 Monaten, wird der Gesamtverein dabei von Irene Geyr als 1. Vorsitzende angeführt. Die ehemalige Stadtmeisterin im Tennis hatte den Posten von Thomas Reynders bei der vorletzten Jahreshauptversammlung übernommen. „Eigentlich wollte ich mich gar nicht für die Wahl aufstellen. Meine Söhne haben mich dann aber schließlich überredet und mir Mut zugesprochen für die vielfältige Aufgabe“, erklärte Geyr. Mittlerweile hat die 68-Jährige sich aber damit bestens arrangiert und erfüllt ihre Aufgabe mit Herzblut.

Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen ist ihr dabei besonders wichtig. „Das war nach meinem Amtsantritt mein erstes Anliegen. Wir treffen uns nun einmal im Monat und kommen bei der Abteilungsleitersitzung zusammen und besprechen hier aktuelle Themen. Wir unterstützen uns dabei untereinander, wo wir können. Das ist sehr wichtig und toll“, sagte Geyr.

Besonders stolz ist sie dabei auch auf das neue Vereinsheim, welches die Mitglieder der DJK/VfL Giesenkirchen ehrenamtlich und in Eigenleistung renoviert haben. Von der Sonnenterrasse haben die Besucher dabei einen herrlichen Blick auf den Kunstrasenplatz und können es sich bei Kaffee und Kaltgetränken gut gehen lassen. „Für die Zukunft wünsche ich mir hier einen Lifter für Leute, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind. Auch sie sollen den schönen Ausblick genießen“, sagte die erste Vorsitzende des Klubs aus dem Osten der Stadt Mönchengladbach. Doch der Treppenlift ist nicht ihr einziges Projekt für die Zukunft. „Wir befinden uns gerade in der Planung für die Anschaffung einer Tischtennis-Außenanlage. Es wäre schön, wenn wir dadurch dann neue Mitglieder für diese Abteilung gewinnen könnten. Zuletzt war die Teilnahme hier eher gering, das ist sehr schade. Vielleicht probieren dann ja auch mal unsere Fußballer die Sportart aus“, hofft Geyr, die verheiratet und Mutter dreier erwachsender Kinder.

Ebenfalls zu einer der kleineren Sportler-Gruppen im Verein gehören die Volleyballer der DJK/VfL, die dem Sport in der Halle Mülfort-Dohr nachgehen können, und trotz, dass es lediglich ein Hobby für sie ist, das auf einem recht hohen Niveau machen. In der Turnhalle Puffkohlen sind die Gymnastikgruppen von Marika Dahners zu Hause. Auch Geyr selbst nimmt daran teil. „Das macht mir wirklich großen Spaß und es ist sehr harmonisch“, sagte sie.

Die Mitglieder des Giesenkirchener Behindertensports müssen aufgrund der nach wie vor anhaltenden Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Maßnahmen noch pausieren. Entstanden ist diese Gruppe übrigens aus der Initiative verschiedener Eltern aus dem Stadtteil, die selber ein behindertes Kind haben. Ebenso müssen sich noch die Aktiven Koronarsportler etwas gedulden. Bis zum 1. August 2020 müssen derzeit die Herzsportler noch pausieren. „Bei über 50 Mitgliedern lassen sich die Abstandsregelungen nur schwer einhalten. Zumal die Personen ja auch zur Risikogruppe Nummer eins zählen“, sagte Geyr. Einen großen Dank möchte sie hier aber an die Ärzte Oliver Krämer (Orthopädie), Stefan Zoller (Allgemeinmedizin) und Franz-Josef Küppers (Gynäkologie) richten. „Ohne deren Betreuung könnte kein Training stattfinden. Dafür recht herzlichen Dank“, sagte sie.

Mitgliedertechnisch zeigte sich die Vereins-Chefin des über 420 starken Vereins übrigens sehr zufrieden. „Natürlich ist hin und wieder mal ein Wandel dabei. Aber alles in allem ist das schon in Ordnung. Wir sind ein Ortsverein, der die Leute aus Giesenkirchen auffangen möchte, um zum Beispiel Fußball zu spielen oder eine andere Sportart auszuüben. Wir wollen das die Mitglieder ein gutes Gefühl haben und sich bei uns wohlfühlen auf einer wahnsinnig tollen Bezirkssportanlage“, sagte Geyr.