Inklusion: Gladbacher Hockey-Team ist Vorreiter in Deutschland

Special Hockey : Erster Punkt für das Inklusionsteam

Die Kooperationspartner Rheydter SV und Special Team spielen 5:5 gegen Crefeld II. Deutschlandweit ist es das erste Inklusionsteam, das in einer Liga des Deutschen Hockey Bundes aktiv ist. Bald folgt ein internationales Turnier.

Damit hatte nun wirklich keiner gerechnet. Die dritte Mannschaft des Rheydter SV hat am Sonntagnachmittag ihren ersten Punkt in der 3. Hockey-Verbandsliga geholt. Im Heimspiel reichte es für den RSV gegen die zweite Mannschaft des Crefelder SV zu einem 5:5 (2:2)-Unentschieden. Zuvor hatte es in der achthöchsten Liga deutliche Niederlagen gegeben. Aber nicht nur der Punktgewinn selbst, sondern vor allem auch die Art und Weise, wie sich das Team präsentierte, war beeindruckend, wie Trainer Claus Heinze fand: „Das war schon ein toller Erfolg, wobei es darauf nicht in erster Linie ankommt.“

Heinze ist Trainer der Behinderten-Sportgemeinschaft Mönchengladbach und seit Jahren stark engagiert, wenn es um den Hockeysport und das Special Hockey Team Mönchengladbach geht. Zur neuen Hallensaison hat es Heinze mit dem Kooperationspartner Rheydter SV geschafft, das deutschlandweit erste Inklusionsteam an den Start zu bringen, das am regulären Spielbetrieb des Deutschen Hockey Bundes teilnimmt.

Das Team besteht zum Teil aus Menschen mit geistiger Behinderung, zum anderen aus Elternhockeyspielern und Spielern der zweiten Mannschaft des Rheydter SV. „Für die Jungs ist das eine ganz tolle Sache. Allein schon die Tatsache, dass wir überhaupt im Ligabetrieb dabei sind, ist ein echtes Highlight. Und auch die Gegner haben uns bislang nur positive Rückmeldungen gegeben“, sagt Heinze, dessen Team bis Mitte März noch weitere sieben Ligaspiele absolvieren wird.

Dabei bleibt es aber nicht. Das Special Hockey Team nimmt im Frühjahr an einem Internationalem Turnier im belgischen Lommel teil: „Es ist toll, dass es immer mehr Inklusions-Hockeyturniere gibt. Denn immer nur Trainieren wird auf Dauer doch langweilig“, sagt Heinze.