In der Tennis-Bundesliga stehen die letzten beiden Spieltage an

Tennis: GHTC ist bereit für den Endspurt um den Klassenerhalt

Ein Gladbacher Trio hat unter der Woche auf ATP-Turniere verzichtet, um für die letzten beiden Bundesligaspiele fit und verfügbar zu sein: Daniel Gimeno-Traver, Andrej Martin und Aleksandr Nedovyesov sind bereit für die beiden finalen Spiele gegen Kurhaus Aachen und den Rochusclub Düsseldorf.

Die letzten beiden Spieltage dieser Bundesliga-Saison stehen an. Und theoretisch könnte sogar der Tabellenvierte noch absteigen. Das ist derzeit der noch amtierende Deutsche Meister Blau-Weiß Halle, der sieben Pluspunkte hat. Sollten an diesem Wochenende keine mehr hinzukommen und parallel der TV Reutlingen und Kurhaus Aachen – letzterer im direkten Duell gegen Halle am Sonntag – ihre beiden Spiele gewinnen, kämen sie auf acht Pluspunkte und würden noch an den Blau-Weißen vorbeiziehen.

Auch wenn das Szenario nur ein theoretisches ist, illustriert es die Enge im Tabellenkeller in dieser Saison und das Problem, das neben Halle weitere sechs Mannschaften haben – darunter der Tabellensiebte Gladbacher HTC. Der wird schon aus eigenem Interesse Halle Schützenhilfe leisten wollen, denn er empfängt am Samstag (12 Uhr) Kurhaus Aachen.

Mit nur zwei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge braucht der GHTC ebenfalls jeden Punkt für den Klassenerhalt. Dass der Kontrahent so weit unten in der Tabelle steht, ist angesichts eines doch recht üppigen Budgets auf den ersten Blick verwunderlich. Doch GHTC-Teamchef Henrik Schmidt erklärt: „Aachen hatte sechs Langzeitverletzte, das ist echt bitter. Ich kann mich nicht erinnern, dass es einen Bundesligaverein schon einmal so heftig erwischt hat.“ Dennoch weiß Schmidt: „„Die Aachener müssen bei uns punkten, sonst wird es für die sehr schwer. Die werden also weltweit versuchen, ihre Spieler zu akquirieren.“

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Das heißt im Umkehrschluss für die Gladbacher: „Wir mussten frühzeitig Vorsorge treffen, dass wir ein gutes Team zur Verfügung haben, und nicht, wie in der Vorwoche, drei Spieler in drei Turnierendspielen“, sagt Schmidt. Am Freitag waren Adrian Menendez und Jiri Vesely zwar noch auf einem Turnier, zudem dürfen Philipp Kohlschreiber und Albert Ramos-Vinolas nicht spielen, da sie in der Weltrangliste des Vorjahres unter den besten 30 der Welt standen und daher nicht in der Bundesliga spielen dürfen, wenn parallel ein hochwertiges ATP-Turnier stattfindet. „Unabhängig davon werden wir ein gutes Team haben“, sagt Schmidt, der auf Andrej Martin, Daniel Gimeno-Traver, Aleksandr Nevodyesov, Franko Skugor, Roman Jebavy und Tim Sandkaulen setzen kann.

Was dem Teamchef besonders imponiert hat: „Gimeno-Traver, Nedovyesov und Martin haben in dieser Woche auf ATP-Turniere verzichtet, weil sie in Gladbach  für den Bundesliga-Endspurt trainieren wollten. Das Team hat seine Hausaufgaben gemacht – jetzt muss es die PS aber noch auf die Straße bringen.“ Das ist in dieser Saison mit den drei Unentschieden in Serie nicht immer der Fall gewesen.

Umso wichtiger ist das Saisonfinale und da nicht nur die Heimpartie am Samstag, sondern auch  das letzte Spiel beim Tabellenzweiten Rochusclub Düsseldorf am Sonntag, der Vizemeister werden will. „Wir spielen also gegen zwei Mannschaften, die noch punkten wollen und müssen“, sagt Schmidt, für dessen Team das natürlich ebenfalls gilt. „In der Vorsaison war das am letzten Spieltag noch recht entspannt, weil es da nur ein Spiel am letzten Wochenende gab“, sagt der Gladbacher Teamchef und erinnert damit an die damals kleinere Liga mit nur neun Mannschaften. „Diesmal sind noch vier Punkte zu vergeben, da ist es für alle noch einmal interessant“, meint Schmidt und ergänzt lachend: „Als wir vor der Saison den Spielplan angelegt haben, wollten wir die Liga interessant machen. Da kann man jetzt wohl sagen, dass uns das sensationell gelungen ist.“

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