1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Sport

In der Tennis-Bundesliga gewinnen die Gladbacher 5:1

Tennis : GHTC kämpft sich zum Auftaktsieg in Reutlingen

Nur Matteo Donati muss sein Einzel abgeben, die restlichen Partien gewinnen die Gäste, teilweise mit großem Kampf. Teamchef Henrik Schmidt ist mit Einstellung und Ergebnis sehr zufrieden.

Der Gladbacher HTC hat zum Start in die neue Bundesliga-Saison beim Aufsteiger TV Reutlingen klar 5:1 (3:1) gewonnen. Nur Zugang Matteo Donati gab sein Einzel ab. Der junge Italiener zahlte in seinem ersten Bundesligaspiel Lehrgeld, der 23-Jährige unterlag dem 15 Jahre älteren Routinier Michael Berrer in zwei Sätzen. GHTC-Teamchef Henrik Schmidt sagte: „Berrer hat unfassbar gespielt. Er ist ja nicht mehr auf der Tour unterwegs, hat aber wohl für die Bundesliga trainiert wie ein Wilder. Er war top-fit.“ Dem ehemaligen Top-100-Spieler hatte Donati trotz allen Talents wenig entgegenzusetzen.

Im Anschluss gab der zweite GHTC-Zugang seine Visitenkarte ab: Rogerio Dutra Silva siegte in zwei Sätzen gegen Lorenzo Giustino. Aber: „Es stand auf Messers Schneide, dass wir da plötzlich 0:2 hinten liegen“, sagte Schmidt. „Dutra Silva hatte 17 Breakbälle gegen sich, zweimal mit 0:40. Aber er hat keinen einziges Break kassiert. Das war unmenschlich.“ Der Brasilianer in Diensten des GHTC sorgte so für das 1:1, dann war Andrej Martin an der Reihe, der am Ende der einzige Gladbacher war, der über drei Sätze gehen musste. Der Slowake zeigte sich dabei aber gegen Tobias Simon nervenstark und gewann den ersten Satz im Tie-Break. Doch dann zog sich Martin Mitte des zweiten Durchgangs eine Oberschenkelverhärtung zu. „Er hat dann den zweiten Satz ein bisschen laufen lassen, um es in den Match-Tie-Break zu schaffen“, sagte Schmidt. Und den gewann Martin nach zwei Behandlungen trotz der Schmerzen im Oberschenkel noch souverän.

Eine aus Gladbacher Sicht erfreuliche Frühform scheint der GHTC in den Doppeln zu haben. Beide Spiele waren ganz klare Angelegenheiten, nachdem es in dieser Disziplin in der Vorsaison noch sehr gehakt hatte. Entscheidend war dabei der Einsatz von Roman Jebavy, denn der verletzte Martin hätte laut Schmidt kein Doppel spielen können. So zahlte es sich aus, dass der GHTC den Tschechen noch am Samstagabend hatte einfliegen lassen. „Roman ist am Samstag im Mixed gegen Andy Murray und Victoria Azarenka in Wimbledon ausgeschieden und dann direkt von London nach Stuttgart geflogen, damit er für uns Bundesliga spielen kann. Das war vor allem nach der Verletzung von Andrej genau die richtige Entscheidung für uns“, sagte Schmidt und ergänzte: „Es war ein sehr, sehr guter Saisonstart, die Jungs haben super gekämpft.“

Einzel: Berrer - Donati 6:4, 6:4; Giustino - Dutra Silva 4:6, 4:6; Simon - Martin 6:7, 6:4, 4:10; Arnaboldi - Fucsovics 2:6, 5:7. Doppel: Simon/Berrer - Dutra Silva/Donati 2:6, 3:6; Giustino/Arnaboldi - Fucsovics/Jebavy 1:6, 1:6.