In der Landesliga wird es im Saisonfinale nächstes Wochenende spannend

Fußball : 1. FC sendet ein klares Aufstiegssignal

Gegen den Rather SV gewinnt der Landesligist deutlich 5:2 und hat nun nur zwei Punkte Rückstand auf Tabellenplatz zwei, den der Cronenberger SC belegt. Die Entscheidung, wer von beiden aufsteigt, fällt am kommenden Wochenende. FC-Vorsitzender Christian Oh bestätigt, dass der Klub in die Oberliga darf, den Namen des neuen Trainers verrät er nicht.

Beim 5:2-Heimsieg gegen den Rather SV trugen Leonard Lekaj und Pascal Schellhammer erneut die Verantwortung beim 1. FC Mönchengladbach, in der kommenden Saison wird aber wieder ein richtiger Coach von den aktuellen Spielertrainern übernehmen. Nach Informationen unserer Redaktion wird es wohl Frank Mitschkowski, der schon von 2007 bis 2010 im Westend tätig war und zuletzt in der Saison 2015/16 den Oberligisten SC Kapellen-Erft trainierte. Zumindest passt der 45-Jährige auf die Beschreibung, die der FC auf seiner Homepage veröffentlicht hat, dort den neuen Mann aber nur „Mister X“ nennt.

Ob es Mitschkowski wird, wollte Christian Oh nicht bestätigen. „Das kann sein“, sagte der FC-Vorsitzende lediglich und ergänzte: „Wir haben Rücksicht auf die Wünsche des neuen Trainers genommen und die Bekanntgabe, so wie sie ist, abgestimmt. Mehr können wir da aktuell nicht zu sagen, es wird aber nicht lange dauern, bis wir den Namen bekanntgeben können.“ Warum der FC dann überhaupt darüber informierte, dass er einen neuen Coach gefunden hat, erklärte Oh so: „Es gab immer wieder Unterstellungen, dass wir in der neuen Saison keinen Trainer und keine Mannschaft hätten. Jetzt wissen alle Bescheid. Auch die weiteren Bewerber, von denen es laufend neue gab.“

Die von Oh genannten „Unterstellungen“ hatten ihren Ursprung wohl auch darin, dass es ursprünglich geheißen hatte, der FC-Vorstand habe der Mannschaft und dem damaligen Trainer Benedict Weeks mitgeteilt, der mögliche Oberliga-Aufstieg sei finanziell nicht zu stemmen. Oh betonte nun: „Wir haben nie gesagt: Ihr dürft nicht aufsteigen. Wir konnten nur nicht sagen: Ihr könnt in jedem Fall aufsteigen. Das wäre zu dem Zeitpunkt nicht seriös gewesen.“ Inzwischen hat sich das geändert. „Wir haben um die Osterzeit finanzielle Zusagen bekommen, die so signifikant sind, dass wir sagen können: Wenn die Mannschaft das sportlich schafft, gehen wir in die Oberliga“, sagte Oh. Das war dann auch mit ein Grund, warum Spieler, die den Klub ursprünglich nach der Saison verlassen wollten, nun bleiben. Ein anderer Grund war der neue Trainer. „Einige kennen ihn und haben sich auch deswegen entschieden zu bleiben“, sagte Oh und ergänzte, dass viele Spieler auch den „Wohlfühlfaktor bei uns zu schätzen wissen“. Außerdem hätten manche Spieler den Gerüchten Glauben geschenkt, es ginge beim FC nicht weiter und hätten sich deswegen zum Wechsel entschlossen, was sie nun bereuten, sagte Oh.

Der Vorsitzende hofft, dass die Mannschaft es noch auf Platz zwei und damit in die Oberliga schafft. „Leider sind wir dabei von Cronenberg abhängig, dass die ihr letztes Spiel verlieren und wir unsere Partie in Odenkirchen gewinnen“, sagte Oh mit Blick auf das Saisonfinale und den an diesem Wochenende spielfreien Tabellenzweiten, der nun nur noch zwei Punkte Vorsprung hat.

Mit seinem 5:2-Sieg gegen Rath hat der 1. FC die Basis für ausreichend Spannung am kommenden Wochenende gelegt. Dann wird im Fernduell mit den Wuppertalern entschieden, ob die Gladbacher doch noch den Aufstieg in die Oberliga schaffen. Dazu muss Cronenberg (gegen Meerbusch) verlieren und der FC gegen den Lokalrivalen SpVg. Odenkirchen gewinnen.

Nach dem Erfolg gegen Rath sagte Spielertrainer Lekaj: „Das war ein verdienter Sieg. Wir waren fast über die gesamte Spielzeit die spielbestimmende Mannschaft. Rath hat sich nur zu Beginn der zweiten Halbzeit auf Augenhöhe bewegt.“

Der 1. FC übernahm vom Anpfiff an die Kontrolle über das Spiel. Einziges Manko war, dass die zahlreichen Torchancen nicht genutzt wurden. So kam es wie es dann häufig kommt: Der Gegner macht aus keiner Chance ein Tor. Im Mittelfeld passte ein Gladbacher Abwehrspieler den Ball quer, Raths Selcuk Yavuz sicherte sich den Ball und hob das Spielgerät fast über den halben Platz über FC-Torwart Georgios Koutroulis ins Tor (16.). Binnen zwei Minuten schafften die Hausherren dann aber die Wende. Erst traf Lukas Stiels per Kopf (20.) zum Ausgleich, zwei Minuten später sorgte Durukan Celik für die Führung.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Düsseldorfer besser ins Spiel und erzielten folgerichtig das 2:2 (53.). Fortan übernahmen aber die Gladbacher wieder das Kommando. Die erneute Führung fiel glücklich: Völlig unnötig berührte ein Rather Verteidiger den Ball im Strafraum mit der Hand. Schiedsrichter Martin Ulankiewicz blieb nichts anderes übrig, als auf Strafstoß zu entscheiden (69.). Den verwandelte Oguz Ayan traumhaft sicher zum 3:2. Wenig später sorgte der stark spielende David Godlevski für die Entscheidung. Er setzte sich gekonnt auf der linken Seite durch und markierte das 4:2. Den Schlussakkord setzte der eingewechselte Andreas Herbstreit. Aus 14 Metern hämmerte er den Ball in den Winkel (85.). Der Sieg ist ein klares Signal, dass die Mannschaft aufsteigen will, und vom FC-Vorstand hat sie nun das Okay.

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