1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach
  4. Sport

Im Niederrheinpokal bleibt die Überraschung für die Gladbacher aus

Fußball : Neuwerk und Jüchen scheiden in Runde eins aus

Der Niederrheinpokal bietet Spiele auf Augenhöhe, aber keine Überraschung, die Oberligisten setzen sich durch: Der Gladbacher Bezirksligist muss sich Turu Düsseldorf 0:3 beugen, der Landesligist dem TV Jahn Hiesfeld 0:2.

Auch wenige Augenblicke vor Anpfiff strahlt Neuwerks Trainer Stephan Pennarz Optimismus aus. Der Oberligist Turu Düsseldorf aber nimmt von Beginn an das Heft in die Hand. Das Spielgerät befindet sich überwiegend in der Hälfte des Bezirksligisten. Nur dessen Stürmer Jens Lennartz lauert an der Mittellinie, um gegebenenfalls einen Konter zu fahren. Der ballführende Turu-Spieler wird in der gefährlichen Zone gleich von zwei Neuwerker Verteidigern angegangen.

Den Gästen fiel daher in der ersten Viertelstunde recht wenig ein, und sie fingen schon früh mit Schüssen aus der zweiten Reihe an. In der 30. Minute gab es dann ein Foulspiel im Strafraum, den fälligen Strafstoß verwandelte der Oberligist zur Führung. Zehn Minuten lang hatten die Sportfreunde daran zu knabbern, kämpften sich aber wieder ins Spiel zurück. Nach dem Seitenwechsel das gewohnte Bild. Turu mit deutlich mehr Ballbesitz, fand aber einfach keine Lücken in der Neuwerker Abwehr. Die Hausherren waren nun auch wesentlich offensiver, versuchten ihr Heil im Spiel nach vorne, kassierten aber durch einen hervorragend ausgeführten Konter das 0:2 (53.). Hier machte sich der Unterschied von drei Ligen bemerkbar. In der 73. Minute dann die Chance für die Sportfreunde, doch der Schuss strich knapp über das Tor. Ein Treffer hätte den Neuwerkern gut getan. Sie drängten weiter und schnupperten zumindest am Anschlusstreffer, der aber nicht fallen wollte. Letztlich setzte der Oberligist in der Nachspielzeit mit dem 3:0 nach schöner Einzelaktion endgültig den Deckel auf die Partie.

Neuwerks Coach Stephan Pennarz war voll des Lobes für sein Team, das dem Oberligisten das Leben mehr als schwer gemacht hat. Phasenweise war kein Unterschied in der Ligazugehörigkeit festzustellen, am Ende setzte sich dann aber doch die Erfahrung durch.

Noch etwas näher dran an der Überraschung als die Neuwerker war Landesligist VfL Jüchen-Garzweiler in der Partie gegen den Oberligisten TV Jahn Hiesfeld, dem der VfL letztlich 0:2 unterlag. Über weite Strecken war in der Partie kein Klassenunterschied zu erkennen. Rund fünf Minuten vor der Pause gingen die Dinslakener Gäste durch einen Kopfball von Pascal Spors nach einer Ecke mit 1:0 in Führung. In der letzten halben Stunde agierten die Jüchener dann in Unterzahl, nachdem der Schiedsrichter einen Kopfstoß von Sven Raddatz gesehen hatte, den er einer Roten Karte für würdig hielt. „Das war für uns schon etwas ärgerlich. Da hätte man auch Gelb und eine klare Ermahnung aussprechen können, dann kann ich ihn noch vom Feld nehmen. Selbst der Gegenspieler hat dem Schiedsrichter gesagt, dass es so wild nicht war“, erklärte Jüchens Coach Michele Fasanelli. Zwei dicke Möglichkeiten zum 1:1 durch Thorben Schmitt und Simon Sommer hatten die Jüchener sogar mit zehn Mann noch, ehe Marvin Weßelburg in der 79. Minute das Spiel zugunsten der Hiesfelder entschied.

„Man hat auf jeden Fall gesehen, dass wir läuferisch und taktisch ganz gut vorbereitet sind, auch wenn wir es in der Liga sicherlich etwas anders angehen werden. Auf zwei oder drei Positionen mache ich mir noch Gedanken, ansonsten steht die Start-Elf“, resümierte Fasanelli.