Handball : HSV gewinnt Abstiegs-Derby

Rheydt darf wieder hoffen: Der HSV gewann das Kellerduell bei der SG Wickrath-Beckrath verdient 25:24 und vergrößerte den Abstand zum Abstiegsplatz. Nun muss die SG mit dem schwersten Restprogramm noch zittern.

Landesliga Nach seiner Roten Karte kurz vor Schluss stampfte Pascal Lüdtke schuldbewusst vom Feld und gab seinen Wickrather Kollegen mit: "Mann Leute, jetzt kämpft doch mal!" Kampf – das kam bei der SG Wickrath-Beckrath beim Derby gegen den HSV Rheydt zu spät. Der HSV gewann 25:24 (15:11) mit der Folge, dass beide jetzt vier Punkte Abstand vor St. Tönis auf dem Abstiegsplatz haben.

Die Wickrather waren vor etwa 120 Zuschauern nervöser, versuchten es vor dem Tor zu umständlich und ließen dem HSV am eigenen Kreis zu viel Platz. Zudem machten sie es dem starken HSV-Torwart Ousafi Sayadi bei dessen 15 Paraden leicht. So kam der HSV zur 9:7-Führung, was Wickrath wenig später zwar noch in ein 10:9 drehte. Zur Pause jedoch waren die Gäste deutlich 15:11 vorne. Nach der Pause kam die SG mehrmals heran (16:16), kassierte aber prompt wieder mehrere Tore in Serie (16:20). 30 Sekunden vor Schluss verkürzte Markus Odenkirchen nach einem Kempatrick von Ingo Rausch auf 24:25. Bei Rheydter Ballbesitz machten sie jedoch wieder Fehler: Anstatt einen schnellen Wurf und damit Ballverlust zu provozieren, taten sie dem HSV den Gefallen und spielten foul. So kamen die Gastgeber nicht mehr an den Ball. "Wir müssen eingestehen, dass wir nicht stark genug waren", erkannte SG-Trainer Thomas Steinert.

Sein Gegenüber Dieter Junkers war glücklicher: "Es war einfach verdient. Jeder hat sich untergeordnet und betrachtet nach so einem Spiel blaue Flecken als Orden." Die besten Werfer: Wickraths Markus Odenkirchen (6) sowie Matthäus Gogol und Eric Fervers (je 5).

(RP)