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Handball: HSG: Ein Tor fehlt zum großen Triumph

Handball : HSG: Ein Tor fehlt zum großen Triumph

Die C-Juniorinnen der HSG Rheydt/Geistenbeck haben das Final-Rückspiel um die Westdeutsche Meisterschaft bei der HSG Schwerte/Westhofen 25:26 verloren und sind aufgrund der Auswärtstor-Regelung Vizemeister.

Es herrschte Ratlosigkeit nach Abpfiff des Final-Rückspiels bei Schwerte/Westhofen. Die C-Mädchen der HSG Rheydt/Geistenbeck wussten nach der 25:26-Niederlage im Rückspiel nicht so recht, wie es weitergeht. Denn nach dem 27:26-Hinspielerfolg war das Torverhältnis ausgeglichen. Nach fünf Minuten des Rätselns, ob es Verlängerung oder doch Siebenmeterwerfen geben würde, stand fest: Schwerte ist Westdeutscher Meister. Grund: Sie warfen ein Auswärtstor mehr als die Mädchen von Trainergespann Rainer Bolduan und Robert Russek. Die Enttäuschung war riesig.

Dabei ging das Rückspiel beim Westfalenmeister aus Sicht der Rheydterinnen richtig gut los. Die Mädchen waren von Beginn an hoch konzentriert und hatten das Spiel im Griff. Immer wieder angefeuert durch die zahlreich mitgereisten Fans erwischten das Bolduan-Team den besseren Start. Es hatte beinahe Heimspielcharakter. Die Gastgeberinnen fanden überhaupt nicht zu ihrem Spiel und sahen sich nach nur 20 Minuten einem recht deutlichen Fünf-Tore-Rückstand gegenüber. Doch selbst mit teils wütenden Angriffen gelang es Schwerte/Westhofen nicht, den Rückstand bis zur Pause merklich zu verringern. Mit einer 17:13-Führung ging es für die Gastgeberinnen in die Kabine.

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"Uns war klar, dass wir die zehn Minuten nach der Pause überstehen müssen, weil die Schwerter alles auf eine Karte setzen würden", sagte der Trainer. So kam es dann auch. Die Gastgeberinnen attackierten schon früh und drehten das Spiel — auch, weil die Gäste im Angriff nicht mehr das nötige Wurfglück hatten. Doch trotz des Rückstandes steckten die Rheydter Mädchen niemals auf, zeigten Nehmerqualitäten und kämpften sich in der Folgezeit immer wieder heran. Kurz vor Schluss hatten sie sogar die Chance auf den Ausgleich. Doch die Möglichkeit blieb ungenutzt. "Uns hat ein bisschen das Glück gefehlt, aber so ist das im Sport", sagte auch Co-Trainer Russek.

Und so wurden die Rheydterinnen trotz eines ausgeglichenen 52:52-Torverhältnisses aus beiden Finalspielen "nur" Vizemeister im Kampf um die Westdeutsche Meisterschaft. "Nach der ersten Enttäuschung fühlen wir uns als zweiter Sieger, leider blieb unserer Mannschaft der verdiente Lohn für eine tolle Saison verwehrt", sagte Bolduan, der sich über viel Lob des Gegners freuen durfte. "Wenn man bedenkt, dass wir fast alle Spielerinnen selbst ausgebildet und geformt haben, lässt uns das stolz auf das Erreichte sein", sagte Bolduan. Auch wenn es nicht zum Sieg reichte, war es dennoch eine tolle Saison.

(rüb)