Fußball: Holger Buschmann gibt nicht auf

Fußball : Holger Buschmann gibt nicht auf

Klein, quirlig, dribbelstark, Vorbereiter und Torschütze. Das war Holger Buschmann, als er noch aktiv für den Rheydter SV in der Oberliga unterwegs war. Zudem war diese Zeit auch noch recht erfolgreich. Größer ist der inzwischen 44-Jährige nicht geworden, aber offensichtlich ernsthafter und nachdenklicher. Das dürfte im Moment auch nötig sein, nachdem er den abstiegsbedrohten Landesligisten Odenkirchen übernommen hat.

Aber davon will der selbstständige Kioskbesitzer schon nichts hören: "Es wird nicht leicht, aber wir werden versuchen, die Liga zu halten. Das ist auch noch möglich." Im Augenblick ist der damit beschäftigt, möglichst schnell alle Spieler kennenzulernen. Er will sich selbst ein Bild machen, sich nicht von anderen in der Einschätzung beeinflussen lassen. Einen ersten Leidtragenden hat es aber schon gegeben. Kosta Agathangelidis folgte nicht den Anordnungen des Trainers und wurde sofort suspendiert. "Disziplin kennen die Spieler heute nur selten. Die aber ist Voraussetzung, um erfolgreich zu sein."

Zum ersten Mal möchte Holger Buschmann das mit seinem Verein an diesem Mittwoch sein. Es steht das letzte Nachholspiel der Odenkirchener auf dem Programm (Anstoß 19.30 Uhr). Gegner Richrath ist wieder ein ernsthafter Prüfstein, und Holger Buschmann glaubt: "Wenn wir noch einige Fehler abstellen, dann können wir uns vielleicht den ersten Dreier unter meiner Regie sichern."

Der wäre dringend nötig, denn nur dann hätten die Odenkirchener noch eine reelle Chance auf den Klassenerhalt. "Die Mannschaft braucht endlich wieder ein Erfolgserlebnis, dann wird es auch wieder laufen", ist sich Holger Buschmann sicher. Dabei baut er auch ein wenig auf den kleinen Aschenplatz an der Bellerstraße, denn dort wird wegen der späten Anstoßzeit gespielt. Am Rasenplatz steht nämlich kein Flutlicht zur Verfügung. "Auf dem Aschenplatz können wir die Räume besser eng machen. Da muss man in die Zweikämpfe gehen und dem Gegner den Schneid abkaufen", gibt sich Holger Buschmann kämpferisch.

Er hat sich verändert gegenüber seiner aktiven Zeit. Er scheint zu wissen, was er will und glaubt: "Ich bin ein besserer Trainer als Spieler." Das will schon etwas heißen, denn er war unter Jupp Heynckes im Borussen-Kader. Bei Rot-Weiß Essen in der 2. Liga war Horst Hrubesch sein Chef. Wenn das Wohl der Odenkirchener nur an Holger Buschmann liegt, kann der Verein tatsächlich kaum noch absteigen.

(RP)