Hockey: Warum das 6:6 für den Gladbacher HTC wie eine Niederlage war

2. Bundesliga : Dieses 6:6 ist für den GHTC eine gefühlte Niederlage

Zwölf Tore und kein Sieger: Das Zweitliga-Derby zwischen Schwarz-Weiss Neuss und dem Gladbacher HTC war für Gladbachs Trainer Marcus Küppers eine Enttäuschung.

In der Zweiten Bundesliga haben Schwarz-Weiss Neuss und der Gladbacher HTC  ein echtes Spektakel hingelegt. Am spielfreien Tag der Pro League im Gladbacher Hockeypark fanden sich in Neuss 500 Zuschauer ein und wurden beim 6:6 (4:3) von einem Offensivfeuerwerk beider Seiten verwöhnt.

Die andere Seite der Medaille waren allerdings auch schwache Defensivleistungen. Die Gladbacher lagen, beim Stand von 1:2 (15. Minute) nur einmal zurück und sonst durchgehend vorne.

Entsprechend war die Punkteteilung eine Enttäuschung, wie Trainer Marcus Küppers fand. „Das 6:6 ist für uns am Ende eine gefühlte Niederlage. Vor allem der Neusser Ausgleich 15 Sekunden vor Schluss darf so nicht zu Stande kommen. Wenn wir unserem Anspruch gerecht werden wollen, dürfen wir keine sechs Tore kassieren“, sagte der Trainer.

Bester Torschütze im Gladbacher Team war Spielführer Niklas Braun, der zwei Strafecken versenkte. Dazu trafen Paul Tenckhoff, Elias Trueson und Jan Vratz. Den sechsten Treffer besorgte der 16-jährige Felix Kluth in seinem erst zweiten Zweitligaspiel.

Anekdote am Rande: Das Derby wurde von nur einem neutralen Schiedsrichter geleitet. Der zweite Unparteiische war mit einer Panne auf der Autobahn gestrandet. Die Teams einigten sich, dass der Neusser Tobias Busse (lange Jahre selbst Bundesligaschiedsrichter) einsprang. Er tat dies ohne Fehl und Tadel.