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Hockey: Reaktionen des Gladbacher HTC auf die Absage der Hallen-Bundesliga

Hockey : GHTC hakt Hallenspielzeit ganz schnell ab

Die Hallenhockey-Bundesliga fällt coronabedingt komplett aus. Für die Ersten Herren des Gladbacher HTC blicken daher bereits auf die Feldsaison.

Gäbe es keine Corona-Pandemie, Marcus Küppers würde sich dieser Tage wohl etwas intensiver mit dem HC Essen beschäftigen. Bei diesem Klub hätte der Gladbacher HTC am Samstag zum Auftakt der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga antreten müssen. Doch das Coronavirus und die Verlängerung des Lockdowns bis zum 20. Dezember machen einen Spielbetrieb in der Hallensaison 2020/21 nicht möglich. Das hat am Donnerstag der Deutsche Hockey-Bund mitgeteilt, der die anstehende Hallensaison komplett abgesagt hat  – womit Trainer Küppers und sein Team nun Planungssicherheit haben.

„Wir konnten uns seelisch schon darauf vorbereiten, denn überraschend kam diese Entscheidung nicht mehr. Und abgesehen von allen gesamtgesellschaftlichen und gesundheitlichen Gesichtspunkten ist es auch aus sportlicher Sicht der richtige Schritt gewesen“, sagt Küppers und fügt hinzu: „Denn die Spieler hätten sich jetzt in kurzer Zeit alleine durch Lauftraining nicht die nötige Match-Fitness für eine sehr komprimierte und intensive Saison antrainieren können. Da wäre das Verletzungsrisiko viel zu hoch gewesen.“

Die vergangenen Wochen hätten seine Spieler dazu genutzt, die Grundlagenausdauer aufrechtzuerhalten oder – im Falle einer vorherigen Verletzung – wieder aufzubauen. Und auch in den kommenden Wochen wird sich das Training auf individuelle Einheiten und virtuelle Laufgruppen beschränken. An gemeinsames Stocktraining ist derzeit nicht zu denken. „Wir haben jetzt einen neuen Tag X, auf den wir hintrainieren, und das ist die Osterzeit, wenn die Feldsaison fortgesetzt wird“, sagt Küppers. Spezifisches Hallentraining macht für ihn – wenn es denn die Coronaschutzverordnung irgendwann wieder zulassen sollte – in diesem Winter deswegen keinen Sinn mehr. „Das nächste Hallenspiel wird erst im November 2021 sein.“ Somit wird der GHTC auch erst dann wieder das Ziel Wiederaufstieg in die Erste Bundesliga in Angriff nehmen können.

„Aus sportlicher Sicht ist es sehr schade, dass die Saison abgesagt wurde. Doch da in den vergangenen Wochen schon abzusehen war, dass keine Zuschauer zu den Spielen zugelassen worden wären, ist die Absage schon eher verkraftbar“, sagt Jan Klatt, der mit seinem Organisationsteam die Heimspiele der Ersten Mannschaft stets auch zu einem Event machte – nicht nur für die Klubmitglieder, sondern auch um neue Fans für den Hockeysport zu begeistern. Bei einer Spielzeit vor leeren Rängen hätte der GHTC höchstens einen Livestream von den Partien bieten können. So aber schmerzt den Klub die Saisonabsage auch in wirtschaftlicher Hinsicht. „Natürlich fallen durch die Absage auch Kosten weg. Doch insgesamt fehlt bei fünf Heimspielen während der Hallensaison schon ein fünfstelliger Betrag. Dank unserer Sponsoren können wir das jetzt auffangen“, sagt Klatt – in der Hoffnung, dass es 2021 wieder anders aussieht.