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Hockey: Neues Spielfeld für den Gladbacher HTC

Hockey : Der Gladbacher HTC spielt nun auf dem Olympia-Teppich

Der Gladbacher HTC hat jetzt ein blaues Spielfeld. Personell ist es beim Hockey-Zweitligisten dünner geworden. Immerhin gibt es hoffnungsvolle Nachwuchsspieler.

An den Holter Sportstätten erleben Spaziergänger und Fahrradfahrer aktuell ein blaues Wunder. Das Grün des alten Kunstrasens ist einem blauen Teppich gewichen. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint, ist im Hockeysport längst zur Normalität geworden. 2012 erlebte der Untergrund bei den Olympischen Spielen in London seine Revolution. Auch in Mönchengladbach ist der Belag nicht neu. Schon der Hockeypark erstrahlte 2019 anlässlich der Pro-League-Spiele im neuen Gewand. Nun ist der deutlich stärkere Kontrast zu den weißen Linien, der vor allem unter Flutlicht eine bessere Sicht zulässt, auch beim GHTC angekommen.

Trainer Marcus Küppers ist voll des Lobes für den neuen Teppich: „Obwohl der Rasen erst ganz frisch liegt, lässt er sich schon sehr gut bespielen. Vor allem technisch ist nun viel exakteres Hockey möglich.“ Um sich an den neuen Platz zu gewöhnen, sind Gladbacher Zweitliga-Herren schon knapp fünf Wochen in der Vorbereitung für die Saison, die mit großer Wahrscheinlichkeit am 5. September ihre Fortsetzung finden wird. Endgültig fest steht das noch nicht, weil im Süden noch einige Corona-Fragen zu klären sind. „Ich gehe davon aus, dass es dann losgeht“, sagt Küppers, der mit seinem Team die Intensität deutlich nach oben geschraubt hat.

Neben drei Trainingseinheiten innerhalb der Woche gab es zuletzt zwei Doppelwochenenden in Serie. Nach einem 2:3 gegen den Nürnberger HTC zur Platzeinweihung testete der GHTC vor zwei Wochen gegen RW Köln (1:5) und gegen den HC Essen (2:2). Vier Partien gab es bei einem hochkarätig besetzten Turnier beim Erstligisten Crefelder HTC.

Küppers ist mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden, auch wenn es noch einige Baustellen gibt: „Wir sind jetzt in der dritten Stockwoche und haben die Belastung bewusst hoch angesetzt. In den Testspielen haben wir viel ausprobiert, sodass die Ergebnisse aktuell nicht viel Aussagekraft besitzen. Nach neuneinhalb Monaten ohne Feldhockey war es gar nicht so einfach wieder in eine gute Raumdeckung zu finden.“

Personell gab es einige Hiobsbotschaften. Tillmann Pohl musste verletzungsbedingt seine Karriere beenden und Marcus Funken sowie Konstantin Zoch können aus beruflichen Gründen in der Rückrunde nicht im Gladbacher Trikot auflaufen. Weil Niklas Hertl (Wiesbadener THC) und Cedric Jacobi (ETuF Essen) ebenfalls nicht mehr zur Verfügung stehen, ist der GHTC-Kader doch deutlich geschrumpft. Immerhin gibt es ein positives Signal aus der eigenen Jugend. Jan Krauss (Sohn von Achim Krauss) und Lennart Steimel, beide Jahrgang 2004, sind zwar noch nicht spielberechtigt, gehören aber schon fest zum Trainingskader und werden 2021 ihre ersten Partien absolvieren, wie Küppers glaubt: „Beide sind sehr talentiert und werden dem GHTC noch viel Freue bereiten.“

Ob Stürmer Dayaan Cassiem in diesem Jahr nochmal für den GHTC auflaufen darf, steht wegen der Corona-Reisebeschränkungen in Südafrika noch nicht fest. „Wir sind dauerhaft in Kontakt und würden ihn gerne wieder in unserem Team haben“, sagt Küppers.