Hockey: Gladbacher HTC zahlt Lehrgeld in der Ersten Bundesliga

Hockey : GHTC zahlt noch Lehrgeld

Der Aufsteiger musste zum Saisonauftakt in der Hallenhockey-Bundesliga zwei Niederlagen hinnehmen. In beiden Partien hatte Gladbacher zwischenzeitlich geführt.

Der Gladbacher HTC ist mit zwei Niederlagen in die Hallenhockey-Bundesliga gestartet. Am Freitagabend unterlag der GHTC in ausverkaufter Halle dem Düsseldorfer HC 5:6 (3:1) und kassierte am Sonntag noch ein 5:8 (2:3) beim Spitzenteam Rot-Weiss Köln.

Trotz der zwei Nullnummern geht das GHTC-Comeback in der höchsten deutschen Spielklasse nicht als Enttäuschung durch. In beiden Partien agierten die Gladbacher auf Augenhöhe, spielten mehr als ordentlich mit und ließen lediglich die Konstanz über 60 Minuten vermissen. Das macht Mut für die nächsten Aufgaben, zeigt aber auch auf, woran es noch hapert und wo die Probleme liegen. Das ist auch Trainer Marcus Küppers nicht verborgen geblieben: „Letztlich muss man sagen, dass wir in beiden Spielen Lehrgeld bezahlen mussten. In beiden Partien gab es Phasen, in denen wir einfach nicht konzentriert genug waren. Dennoch kann ich den Jungs keinen großen Vorwurf machen. Wir haben viel von dem, was wir uns vorgenommen haben, umgesetzt. Wichtig ist, dass wir daraus lernen und in Zukunft in den engen Spielen auch punkten.“

Was am Freitagabend in der Hockeyhalle an den Holter Sportstätten ablief, war bundesligareif. Auf dem Feld sowieso, aber was die Verantwortlichen der Gladbacher nebenher noch auf die Beine stellten, hatte schon mächtig Stil. Das erkannte nicht nur Nationalmannschafts-Kapitän Mats Grambusch in seinem Instagram-Post neidlos an.

Für den ersten Leckerbissen auf dem Feld war ein Portugiese zuständig. David Filipe Ascenso Franco hat nur nicht den längsten und schönsten Namen im Team, sondern wohl auch die beste Technik am Schläger. Dass sein Führungstreffer nach vier Minuten nicht lange Bestand hatte und es am Ende nicht zu den ersten Punkten reichte, war zwei Dingen geschuldet.

Zum einen leistete sich der GHTC beim Spielstand von 4:1 für zehn Minuten eine komplette Auszeit und kassierte dabei fünf Treffer, zum anderen hatte auch Düsseldorf einen Edeltechniker im Kader. Der lupenreine Hattrick von Dominic Giskes, der das Spiel komplett drehte, war der Schlüsselpunkt. „Wir waren auf einem guten Weg, aber haben in der Phase einfach zu viele Fehler produziert. In der Liga fliegen dir die Dinger nur so um die Ohren. Der Unterschied zur zweiten Liga ist riesig“, sagte Küppers.

Mit dem guten Gefühl, dass nur Kleinigkeiten fehlten, machte sich der Neu-Bundesligist am Sonntag auf den Weg nach Köln und sollte wieder eine gute Leistung abliefern. Beim Topteam spielten Kapitän Niklas Braun und Kollegen selbstbewusst auf und führten 20 Minuten vor Schluss 4:3, ehe wieder der Schlendrian eintrat. Küppers ärgerte das: „Da haben wir uns die Butter wieder vom Brot nehmen lassen. Solche Phasen werden in der Liga eiskalt bestraft. Im Vergleich zu Freitag haben wir dennoch schon einen kleinen Schritt nach vorne gemacht. Das zeigt, dass wir lernfähig sind.“

Schon kommendes Wochenende muss der GHTC wieder doppelt ran. Am Samstag ist BW Köln (14 Uhr) zu Gast, am Sonntag spielt das Küppers-Team zur gleichen Zeit beim Crefelder HTC.