Hockey: Gladbacher HTC startet später in die Hallen-Bundesliga

Hockey : GHTC kann sich länger auf Mission Klassenverbleib vorbereiten

Das erste Spiel des Aufsteigers ist auf Wunsch des Gegner Uhlenhorst Mülheim verlegt worden. Somit startet der Gladbacher HTC erst am 6. Dezember in die Hallenhockey-Bundesliga. Ein Blick auf den Stand der Vorbereitung.

Der Gladbacher HTC muss sich fünf weitere Tage auf die Rückkehr in die Erste Hallenhockey-Bundesliga gedulden. Das für den 1. Dezember angesetzte Auftaktspiel bei Uhlenhorst Mülheim wurde verlegt und wird erst am 8. Januar gespielt – weil der neue Bundestrainer Kais al Saadi im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 vom 24. November bis 2. Dezember einen Zentrallehrgang angesetzt hat. Der GHTC hat dem Verlegungswunsch der Mülheimer, die acht Nationalspieler abstellen müssen, zugestimmt. Durch die Verlegung geht es für Gladbach erst am 6. Dezmeber los, trotzdem läuft ist die Vorbereitung weit vorantgeschritten. Die RP beantwortet die wichtigsten Fragen vor dem Saisonstart.

Nach dem Aufstieg im Februar 2019 wollte sich der GHTC für die Erste Liga verstärken. Ist das gelungen? In den vergangenen zehn Monaten haben die Gladbacher als Mannschaft einen klaren Schritt nach vorne gemacht – quantitativ wie qualitativ. Zudem ist mit Marcus Funken ein Spieler zurückgekehrt, der nicht nur viel Bundesligaerfahrung besitzt, sondern in den vergangenen Jahren in Australien auch international unterwegs war. Mit dem Schotten Wei Adams und Tim Schiffmann sind weitere bundesligaerfahrene Spieler hinzugekommen. Im Vergleich zur Aufstiegssaison stehen außerdem Tillmann Pohl, Daan Schenck und Christian Voit zur Verfügung.

Wie ist der Stand der Vorbereitung? Seit Anfang November bereitet Trainer Marcus Küppers seine Spieler auf den Start vor. Neben Training und etlichen Testspielen war Gladbach auch an einem Wochenende in Ludwigsburg und hielt gegen die Süd-Bundesligisten beachtlich gut mit. In einem Feld von acht Teams, unter anderem die beiden Spitzenteams aus Mannheim, wurde der GHTC Vierter. Am Wochenende richtet Gladbach noch ein eigenes Vorbereitungsturnier aus. Mit dabei sind der russische Meister Dynamo Ekaterienburg, Ligakonkurrent Crefelder HTC und die Zweitligisten SW Neuss und DSD Düsseldorf.

Welche Rolle kann der GHTC in der Ersten Bundesliga spielen? Die Liga ist sehr schwer einzuschätzen, viel hängt von der Teilnahme der Nationalspieler ab. Vor Tokio 2020 will keiner das Risiko einer Verletzung eingehen. Ein generelles Verbot wie in der vergangenen Saison wurde noch nicht ausgesprochen. Es ist aber davon auszugehen, dass ein Großteil der Deutschen Nationalspieler in der Halle nicht zum Schläger greifen wird. So werden auch die Grambusch-Brüder Mats und Tom dem Vernehmen nach nicht für RW Köln spielen. Der GHTC hat aktuell keinen deutschen A-Nationalspieler an Bord und kann auf den kompletten Kader zurückgreifen. Das wäre ein klarer Vorteil gegenüber dem Großteil der anderen Teams. Als Saisonziel steht der Klassenverbleib an erster Stelle. Ruft das Team sein Potenzial ab, sollte das auch möglich sein – mit und ohne die Nationalspieler in den anderen Farben.

Wer sind die Gegner? In der Bundesliga West wird lediglich mit sechs Teams gespielt. Dementsprechend stehen bis Ende Januar 2020 gerade mal zehn Partien auf dem Plan. Uhlenhorst Mülheim und RW Köln sind im Normalfall die klaren Gruppenfavoriten. Dahinter möchte auch der Crefelder HTC ein Wörtchen um die beiden Playoff-Plätze mitreden. Mit BW Köln und dem Düsseldorfer HC ist Gladbach auf Augenhöhe. Man kennt sich und weiß um die Stärken. Entsprechend wichtig sind Vorbereitung und Tagesform. Seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen reichten in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer elf Punkte zum Klassenverbleib. Das weiß Trainer Küppers und wünscht sich daher vier Siege. Hält sich sein Team – wie in der Feldsaison – an seine Vorgaben, könnte sich das Abenteuer Bundesliga deutlich verlängern.

Mehr von RP ONLINE