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Hockey: Gladbacher HTC kämpft gegen Köln um den Aufstieg

Hockey : Finale um den Erstliga-Aufstieg beim GHTC

Das absolute Topspiel der 2. Bundesliga steigt am Samstagabend. Gewinnt Köln, ist der Meister gefunden, es ist somit die letzte Chance für den Tabellenzweiten aus Gladbach. Der sieht sich auch durch intensives Videostudium gut vorbereitet.

Anfang Dezember hatte Marcus Küppers so eine Vorahnung. Der Trainer des Gladbacher HTC hatte den Spielplan der 2. Bundesliga genau studiert und war auf den vorletzten Spieltag gestoßen. Der 32-Jährige lag mit seiner Prognose seinerzeit goldrichtig. Das Duell seines GHTC gegen Schwarz-Weiß Köln am Samstag um 19 Uhr geht als echter Aufstiegs-Showdown durch. Mit einer kleinen Einschränkung: Gelingt den Gladbachern ein Sieg, wäre das noch nicht die endgültige Entscheidung, weil eine Woche später noch das Spiel beim Kahlenberger HTC ansteht. Gewinnt Köln, ist der Aufsteiger schon gefunden.

Zunächst fokussiert sich alles auf das Aufeinandertreffen am Samstagabend. Die Halle an den Holter Sportstätten wird gewiss aus allen Nähten platzen. Auch, weil die Gäste aus der Domstadt für eine große Fanschar bekannt sind. Aber auch der GHTC lässt sich nicht lumpen, startet einige Aktionen und lockt so möglichst viele Zuschauer in den „Sportsdome“. Trainer Küppers freut sich auf ein volles Haus: „Ich erwarte eine Erstliga-taugliche Kulisse, die uns nochmal einen Schub bringt.“

Damit in Mönchengladbach auch sportlich, zumindest in der Halle, wieder Erstligazeiten anbrechen, brauchen die GHTC-Herren 120 Minuten Powerhockey. Um erfolgreich zu sein, hat das Küppers-Team in den vergangenen zwei Wochen viele intensive Trainingseinheiten absolviert. Dabei stand aber nicht nur die Arbeit auf dem Platz an, sondern auch viel Videoanalyse. „Wir haben die Zeit ausgiebig genutzt und uns viele Dinge erarbeitet. Auch im Hinspiel, das wir am Ende deutlich verloren haben, waren wir nah dran, sind aber an uns und einer schlechten Chancenauswertung gescheitert“, sagt Küppers.

Auch Kapitän Niklas Braun sieht sein Team gut vorbereitet: „Wir haben viele Videos geschaut und im Kölner Spiel einige Lücken gefunden, die wir jetzt ausnutzen wollen. Ich glaube, dass wir gut drauf sind und uns mit einem Sieg belohnen werden. Wahrscheinlich wird die Halle auch wieder richtig voll sein. Darauf freuen wir uns, weil das einem nochmal einen besonderen Push gibt.“

Neben dem Training absolvierten die Gladbacher vergangenen Freitag ein Testspiel gegen den niederländischen Zweitligisten HC Wageningen, das überdeutlich gewonnen wurde. Dabei stand vor allem das Ausnutzen von Torchancen im Blickpunkt. Küppers war danach gut gelaunt: „In dem Spiel konnten wir in der Offensive viel ausprobieren und können jetzt mit Fug und Recht behaupten, dass wir wissen, wo die beiden Tore in unserer Halle stehen. Solange die nicht verschoben werden, sollten wir Samstag gute Karten haben“, sagt er.

Dass das Spiel zu ungewohnter Uhrzeit um 19 Uhr ausgetragen wird, spricht generell für eine größere Zuschauerzahl, ist aber für die Spieler nicht gerade ideal, wie der 17-fache Saisontorschütze Braun findet: „Man muss schauen, dass man den Tag möglichst vernünftig und unaufgeregt verbringt, damit man abends nicht müde ist oder wenig Kraft hat.“

Personell ist im Gladbacher Kader alles im Lot. Einzig Luca Lindner wird weiterhin nicht zum Schläger greifen können. Der Youngster fiel in den vergangenen Wochen mit einer Fußverletzung aus, fehlt nun aber wegen eines nicht auskurierten Infekts. Küppers findet das schade, sieht sein Team aber dennoch bestens aufgestellt: „Luca ist leider unser Pechvogel. Ansonsten bin ich froh, dass die Jungs trotz des Wetters alle fit und einsatzbereit sind. Mit Sicherheit ist es von Vorteil, dass wir in den letzten Partien immer mit den gleichen zwölf Spielern antreten konnten“, findet Küppers.

Auch die Regionalliga-Spielerinnen des GHTC werden Samstag mit Sicherheit unterstützend dabei sein, wenn die Herren um den Aufstieg kämpfen. Am Sonntag um 11 Uhr müssen sie selbst ran, da schaut der Tabellenzweite RTHC Leverkusen vorbei. Im Hinspiel kassierten die Gladbacherinnen eine heftige 0:10-Packung und sind auch am Sonntag nicht mehr als ein deutlicher Außenseiter. Auch bei einer Niederlage könnte es nach Spielschluss Grund zu Freude geben, wenn Schlusslicht SW Köln, wie zu erwarten, nicht gegen den designierten Aufsteiger aus Krefeld punktet. Dann wäre der anvisierte Klassenerhalt der GHTC-Damen nämlich schon in trockenen Tüchern.